Emmendingen kürzt Busverbindungen: Abendverkehr und Schülerlinien betroffen
Tim SimonEmmendingen kürzt Busverbindungen: Abendverkehr und Schülerlinien betroffen
Der Landkreis Emmendingen hat Sparmaßnahmen für den lokalen Busverkehr vorgeschlagen. Ein angespanntes Budget hat eine Überprüfung der Abendverbindungen und des Schülerverkehrs notwendig gemacht. Ziel der Pläne ist es, die Ausgaben zu senken, ohne dabei die grundlegenden Dienstleistungen zu gefährden.
Die Reduzierung der Abendbusse soll mit der Fahrplanänderung im Dezember beginnen. In Städten wie Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim könnten Verträge für Entwicklungslinien gekündigt werden, was jährlich etwa 100.000 Euro einspart.
Radikalere Optionen, wie die vollständige Einstellung aller Busverbindungen nach 22 Uhr oder die Streichung hochfrequentierter Linien, wurden zwar in Betracht gezogen, aber nicht empfohlen. Stattdessen konzentriert sich der Landkreis auf die Optimierung des Schülerverkehrs und des allgemeinen Busbetriebs, wobei für 2027 Einsparungen von rund 200.000 Euro erwartet werden. Kommunen könnten vor die Wahl gestellt werden, zusätzliche Kosten zu übernehmen oder den Betrieb bereits ab 20 Uhr einzustellen.
Der Umwelt- und Technikausschuss wird die Vorschläge am 29. Juni beraten. Die endgültige Entscheidung trifft der Kreistag am 20. Juli. Eine Verkehrsuntersuchung im Jahr 2027 soll weitere Kürzungen für 2028 festlegen.
2026 plant der Landkreis, den lokalen Nahverkehr und den Schülerverkehr mit etwa 9 Millionen Euro zu bezuschussen. Durch die vorgeschlagenen Änderungen könnten bis 2027 insgesamt 300.000 Euro eingespart werden. Die Abendverbindungen auf bestimmten Strecken könnten früher enden, während weitere Anpassungen von künftigen Erhebungen abhängen. Die endgültigen Beschlüsse liegen bei den Kommunalverwaltungen und dem Kreistag.
