25 March 2026, 04:12

Elastokalorik: Die Revolution der Klimatechnik ohne schädliche Kältemittel

Ein Gewächshaus voller verschiedener Zimmerpflanzen, das eine Person in der Mitte zeigt, Glasfenster auf der linken Seite und eine Wand auf der rechten Seite.

Elastokalorik: Die Revolution der Klimatechnik ohne schädliche Kältemittel

Eine bahnbrechende Kühl- und Heiztechnologie zählt zu den vielversprechendsten Innovationen des Jahres. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat die Elastokalorik in seine Top 10 der aufstrebenden Technologien 2024 aufgenommen. Dieses System könnte herkömmliche Klimaanlagen ersetzen, indem es über einfache Lüftungsschlitze Gebäude effizient beheizt oder kühlt.

Elastokalorische Systeme funktionieren sowohl als Wärmepumpe als auch als Kühltechnik – ohne schädliche Kältemittel. Ihre Effizienz übertrifft aktuelle Lösungen um das Zehnfache, bei deutlich geringerem Stromverbrauch. Sowohl das US-Energieministerium als auch die Europäische Kommission sehen darin die führende Alternative für zukünftige Klimatechnik.

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Das SMACool-Projekt unter Leitung von Professor Paul Motzki an der Universität des Saarlandes soll dieses Potenzial nun in die Praxis umsetzen. Sein Team hat vom Europäischen Innovationsrat (EIC) einen Förderbescheid über 4 Millionen Euro erhalten, um innerhalb von drei Jahren einen Prototypen für dezentrale Raumklimatisierung zu entwickeln. Ziel ist ein System, das jeden Raum individuell und präzise temperieren kann.

Schlüsselpartner bringen ihr Know-how ein: Der französische Konzern Saint-Gobain entwickelt spezielle Materialien, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) ist für Prototypenbau und Tests zuständig. Die Bosch Thermotechnik arbeitet an der Systemintegration, während Additive Drives maßgeschneiderte Motoren und Aktoren liefert. Beteiligt sind zudem Forscher der Universität Ljubljana, der Universität Federico II in Neapel und des irischen Unternehmens Exergyn.

An der Universität des Saarlandes ist das Projekt in die Initiative Triathlon eingebettet, die Gründertum und Technologietransfer fördert. Das Team konzentriert sich darauf, Nickel-Titan-Bleche in permanenter Bewegung zu halten, um den Luftstrom zu optimieren. Gelingt dies, könnte die Technologie die Temperaturregelung in Gebäuden revolutionieren – ohne die Umweltbelastung herkömmlicher Systeme.

Innerhalb von drei Jahren soll ein funktionsfähiger Prototyp entstehen. Bei Erfolg könnte die Elastokalorik den Energieverbrauch für Heizen und Kühlen drastisch senken. Regierungen und Industrie setzen bereits auf die Technologie als saubere und effizientere Lösung für die Klimaregelung der Zukunft.

Quelle