30 April 2026, 08:14

Edeka will 200 Tegut-Filialen übernehmen – doch das Kartellamt hat noch ein Wort mitzureden

Innenansicht eines Einkaufszentrums mit Menschen, verschiedenen Geschäften und Beschilderung, einschließlich eines Schildes mit der Aufschrift "Herzlich willkommen" (Deutsch für "Willkommen") und einem Topf mit einer Pflanze am Boden.

Edeka will 200 Tegut-Filialen übernehmen – doch das Kartellamt hat noch ein Wort mitzureden

Edeka plant Übernahme von 200 Tegut-Filialen

Edeka hat bekannt gegeben, 200 Märkte der Supermarktkette Tegut zu übernehmen. Der Schritt folgt auf den Beschluss des Schweizer Konzerns Migros, sich vom deutschen Markt zurückzuziehen. Sollte die Übernahme genehmigt werden, würde Edeka seine Marktpräsenz ausbauen – doch bereits jetzt gibt es Diskussionen über mögliche Auswirkungen auf den Wettbewerb und die Preisentwicklung.

Edeka-Chef Markus Mosa versprach, alle 4.500 Arbeitsplätze zu erhalten, falls die Übernahme zustande kommt. Zudem sicherte er zu, sämtliche Standorte weiterzuführen – selbst in wirtschaftlich schwachen Regionen. Ohne das Eingreifen Edekas, warnte Mosa, drohten viele Filialen zu schließen, was zu massiven Jobverlusten führen würde.

Noch steht die Zustimmung des Bundeskartellamts aus. Mosa forderte die Behörde auf, das Verfahren zu beschleunigen, da Verzögerungen Filialen und Mitarbeiter gefährden könnten. Zugleich wies er Vorwürfe zurück, Edeka profitiere von der Lebensmittelinflation. Stattdessen verwies er auf die im internationalen Vergleich niedrigen Lebensmittelpreise in Deutschland und die hohen Produktstandards.

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Stattdessen machte Mosa globale Zulieferer für die steigenden Kosten verantwortlich. Als Beispiel nannte er die Schokoladenprodukte von Nestlé, deren Preise von den Herstellern in die Höhe getrieben würden. Kritiker hingegen befürchten, dass Edekas wachsende Marktmacht den Wettbewerb einschränken und die Verbraucherpreise weiter steigen lassen könnte.

Mit der geplanten Übernahme würde Edeka 200 Tegut-Filialen integrieren und Tausende Arbeitsplätze sichern. Nun müssen die Kartellwächter prüfen, ob der Deal den Wettbewerb beeinträchtigt. Die endgültige Entscheidung des Bundeskartellamts wird über die Zukunft der Standorte und ihrer Belegschaften entscheiden.

Quelle