Dresdens Carolabrücke: 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft

Lukas Braun
Lukas Braun
2 Min.
Ein altes Dokument mit einer Zeichnung einer Stadtansicht, die die Belagerung Dresdens im Jahr 1803 zeigt, mit Text, der die Ereignisse der Belagerung beschreibt.Lukas Braun

Zweiter Weltkrieg-Bombe in Dresden entschärft: Zünder vor Ort detoniert - Dresdens Carolabrücke: 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft

Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg bei Dresdens eingestürzter Carolabrücke entschärft

In der Nähe der eingestürzten Carolabrücke in Dresden ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich unschädlich gemacht worden. Für die Entschärfung kam ein Hochdruck-Wasserstrahlschneider zum Einsatz, um den Zünder – den gefährlichsten Teil des Sprengkörpers – zu entfernen. Als Vorsichtsmaßnahme wurden während des zweistündigen Einsatzes 18.000 Anwohner evakuiert.

Die Blindgänger wurde bei einer routinemäßigen Munitionssuche auf der Neustädter Seite der Elbe entdeckt. Anders als viele andere Kriegsbomben verfügte dieser Sprengkörper über einen einzigen Zünder, der jedoch bei seinem ursprünglichen Abwurf stark beschädigt worden war. Dadurch waren herkömmliche Entschärfungsmethoden mit einem viel zu hohen Risiko verbunden.

Die Polizei richtete vor Beginn der Arbeiten eine Sperrzone mit einem Radius von 1.000 Metern ein. Mit dem Wasserstrahlschneider trennte das Kampmittelräumteam den Zünder vorsichtig vom Bombenkörper. Nach der Entfernung wurde der Zünder vor Ort kontrolliert gesprengt, wobei nur ein kleines Fragment zurückblieb.

Wäre das Durchtrennen misslungen, hätte das Team keine andere Wahl gehabt, als die gesamte 250 Kilogramm schwere Bombe an Ort und Stelle zu sprengen. Eine solche Detonation hätte in der Umgebung verheerende Schäden angerichtet.

In den vergangenen Jahren gab es in Deutschland tausende ähnliche Fälle. Zwischen 2021 und 2026 wurden schätzungsweise 2.000 bis 3.000 große, intakte Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem Gewicht von 500 bis 1.800 Kilogramm entdeckt und entschärft. Besonders betroffen waren Großstädte wie Berlin, Hamburg und Köln. Zu den bekanntesten Fällen zählen eine 1.800 Kilogramm schwere Bombe, die im Mai 2024 in Berlin unschädlich gemacht wurde, sowie ein 1.000 Kilogramm schwerer Sprengkörper in München im September 2023.

Der erfolgreiche Einsatz in Dresden verhinderte eine mögliche Katastrophe. Der gefährliche Zünder der Bombe wurde ohne Schäden für die Umgebung sicher vernichtet. Nach Aufhebung der Sperrzone und der Freigabe des Geländes durften die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren.

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