Dopingfall bei Paralympics 2024: Deutscher Triathlet erhält nachträglich Silbermedaille
Tim SimonDopingfall bei Paralympics 2024: Deutscher Triathlet erhält nachträglich Silbermedaille
Der brasilianische Athlet Ronan Nunes Cordeiro ist offiziell von den Paralympischen Spielen 2024 in Paris disqualifiziert worden, nachdem er einen Dopingtest nicht bestanden hat. Ein unabhängiges Tribunal bestätigte die Entscheidung am 28. Januar 2026, nachdem Cordeiro bereits im Oktober 2024 vorläufig gesperrt worden war. Seine Disqualifikation hat die Medaillenränge neu geordnet und dem deutschen Triathleten Martin Schulz im Nachhinein die Silbermedaille eingebracht.
Cordeiro war positiv auf 19-Norandrosteron getestet worden, einen verbotenen Wirkstoff, was im Spätherbst 2024 zu seiner sofortigen Sperre führte. In der Folge wurden seine Leistungen bei den Paralympics in Paris annulliert, und er verlor seine ursprüngliche Medaille.
Das Urteil des Tribunals vom 28. Januar 2026 bestätigte die Disqualifikation und veranlasste die World Triathlon, weitere Sanktionen zu prüfen. Dazu könnte ein langjähriges Wettkampfverbot gehören.
Durch die Streichung von Cordeiros Ergebnissen rückte Martin Schulz im Sprintwettbewerb vom Bronzerang auf den zweiten Platz vor. Schulz hatte sich bereits als Spitzenathlet etabliert, unter anderem durch den Sieg bei der Paratriathlon-Europameisterschaft und mehrere Medaillengewinne bei europäischen Wettbewerben vor den Paralympics.
Die World Triathlon wird nun über zusätzliche Strafen für Cordeiro entscheiden, die über die aktuelle Sperre hinausgehen könnten. Schulz' nachträglich verliehene Silbermedaille stellt seinen größten paralympischen Erfolg dar – als Krönung einer Reihe von Erfolgen auf europäischer Ebene.






