DLRG wächst auf Rekordniveau – doch Schwimmbäder in Bayern kämpfen um Überleben
Marie SchulzDLRG bricht Mitgliedschaftsrekord - Kritik an baufälligen Schwimmbädern - DLRG wächst auf Rekordniveau – doch Schwimmbäder in Bayern kämpfen um Überleben
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) verzeichnet einen stetigen Mitgliederschub und erreichte Ende 2025 über 642.000 Mitglieder. Das entspricht einem Zuwachs von fast 15.000 im Vergleich zum Vorjahr, wobei ein großer Teil der Mitglieder junge Menschen sind. Dennoch bestehen weiterhin Sorgen um den Zustand öffentlicher Schwimmbäder im ganzen Land.
Allein in Bayern stieg die DLRG-Mitgliedschaft 2025 um fast 2.500 auf insgesamt 41.539 an. Fast 60 Prozent dieser Mitglieder sind unter 26 Jahre alt – ein Trend, der sich bundesweit widerspiegelt: Fast die Hälfte aller DLRG-Mitglieder ist 18 Jahre oder jünger. Die Organisation führt diesen Anstieg unter anderem auf ein gestiegenes Interesse an Wassersicherheit unter Jugendlichen zurück.
Doch der Mitgliederschub fällt in eine Zeit, in der die Schwimmbadinfrastruktur unter Druck gerät. Viele öffentliche Bäder in Deutschland kämpfen mit Schließungen, Instandhaltungsstaus oder Überbuchung. Rund 80 Schwimmbäder werden jährlich geschlossen, oft wegen fehlender Finanzmittel. Besonders in Bayern führt die begrenzte Verfügbarkeit von Bädern zu Verzögerungen bei Schwimmkursen für Kinder.
Als Reaktion fordert die DLRG die Kommunen auf, stärker in die Instandhaltung und den Ausbau der Schwimmbadinfrastruktur zu investieren. Zudem plädiert sie für eine bessere Zusammenarbeit der lokalen Behörden, um sicherzustellen, dass die Einrichtungen offen und zugänglich bleiben. Ohne Verbesserungen drohe eine weitere Verschärfung der Rückstände in der Schwimmausbildung, warnt die Organisation.
Der wachsende Zuspruch für die DLRG unterstreicht die Bedeutung von Wassersicherheit, insbesondere bei jüngeren Generationen. Angesichts des maroden Zustands oder der Schließung vieler Bäder wird jedoch auch der Bedarf an besserer Infrastruktur deutlich. Mit ihrer Forderung nach mehr Fördermitteln und Kooperation will die DLRG diese Herausforderungen angehen, bevor sie sich verschärfen.






