DLRG verzeichnet Rekord: Über 200.000 Kinder treten 2025 der Rettungsschwimm-Organisation bei
Marie SchulzÜber 200.000 Kinder bei der DLRG: Was lockt die Kleinen an - DLRG verzeichnet Rekord: Über 200.000 Kinder treten 2025 der Rettungsschwimm-Organisation bei
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft verzeichnet Rekordzahl an Kindermitgliedern
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat 2025 einen neuen Höchststand bei den Kindermitgliedern erreicht: Über 200.000 Kinder traten der Organisation bei – ein deutlicher Anstieg. Der Zuwachs fällt mit einer wachsenden Nachfrage nach Schwimmkursen zusammen, die durch die anhaltende Knappheit an öffentlichen Schwimmbadkapazitäten befeuert wird.
Laut DLRG sind mittlerweile fast die Hälfte der Mitglieder – 49 Prozent – 18 Jahre oder jünger. Allein 2025 stieg die Zahl der Kinder unter zwölf Jahren um 5.615. Verantwortliche führen diesen Trend darauf zurück, dass Familien nach Alternativen suchen, während immer mehr öffentliche Bäder schließen oder Einschränkungen unterliegen.
Schwimmbadsterben belastet die Versorgung Jährlich werden in Deutschland rund 80 öffentliche Schwimmbäder wegen baulicher Mängel oder Sanierungsbedarfs geschlossen. Regionale Studien, etwa aus der Gegend um Bad Kissingen, unterstreichen das Problem, auch wenn die genauen Schließungszahlen für 2023 unklar bleiben. Um die Krise zu bewältigen, hat die Bundesregierung für 2025 insgesamt 250 Millionen Euro für die Modernisierung von Bädern bereitgestellt.
Zuwachs auch bei älteren Altersgruppen Doch nicht nur bei Kindern verzeichnet die DLRG Wachstum: Die Mitgliedschaft in der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen stieg um 3,65 Prozent, bei den Über-60-Jährigen sogar um 4,1 Prozent. Innerhalb des letzten Jahrzehnts erhöhte sich das Durchschnittsalter der DLRG-Mitglieder um etwa 32 Wochen – von 27,3 Jahren im Jahr 2015 auf 27,9 Jahre 2025.
Neue Initiative in Planung Für die Zukunft steht die Organisation in Gesprächen mit dem Bundeskanzleramt über ein neues Vorhaben. Das geplante Pilotprojekt "Deutschland lernt schwimmen" könnte bis 2029 mit rund 20 Millionen Euro gefördert werden.
Der Anstieg der Kindermitglieder spiegelt sowohl ein wachsendes Interesse an Wassersicherheit als auch die Belastung der öffentlichen Badeinfrastruktur wider. Mit den nun fließenden staatlichen Mitteln für Sanierungen und mögliche neue Programme scheint die Rolle der DLRG in der Schwimmausbildung weiter zu wachsen. Auch die veränderte Altersstruktur der Organisation deutet auf eine breitere gesellschaftliche Einbindung über alle Generationen hinweg hin.






