DIHK-Präsidentin fordert radikale Reformen gegen Deutschlands wirtschaftlichen Abstieg
Lukas BraunDIHK-Präsidentin fordert radikale Reformen gegen Deutschlands wirtschaftlichen Abstieg
Marie-Christine Ostermann, Präsidentin des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), hat zu dringenden Wirtschaftsreformen aufgerufen, um den Niedergang des Landes zu stoppen. Ohne tiefgreifende Veränderungen werde sich die wirtschaftliche Lage Deutschlands weiter verschärfen, warnte sie.
Zu ihren Vorschlägen gehören strengere Rentenregeln, Steueranpassungen und eine entschlossenere Führung durch Friedrich Merz, den Vorsitzenden der CDU. Ostermann plädierte für einen härteren Kurs in der Rentenpolitik. Sie schlug vor, Frührentner mit Abzügen zu belegen und jene zu belohnen, die länger im Berufsleben bleiben. Ein zentraler Punkt ist die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung, um die Stabilität des Systems zu gewährleisten.
Zudem forderte sie die Wiedereinführung des Nachhaltigkeitsfaktors, um die steigenden Rentenkosten zu begrenzen. Leistungen wie die „Mütterrente“ oder die Rente mit 63 müssten ihrer Meinung nach entweder zurückgenommen oder anders finanziert werden.
In Steuersachen lehnte Ostermann eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes entschieden ab. Dies würde die Mittelschicht belasten und das Wirtschaftswachstum hemmen, betonte sie. Eine Vermögenssteuer wirke in der Krise wie eine Investitionsbremse und untergrabe dringend benötigte Ausgaben.
In der Politik rief sie Merz auf, gegenüber der SPD eine klarere Konfrontationslinie einzunehmen. Notfalls solle er ein Misstrauensvotum riskieren, um Reformen durchzusetzen. Ohne entschlossenes Handeln werde sich die wirtschaftliche Misere Deutschlands fortsetzen, so Ostermann.
Ihre Empfehlungen zielen auf eine Reform der Altersvorsorge, steuerliche Stabilität und politische Entschlossenheit ab. Diese Schritte seien unverzichtbar, um die wirtschaftliche Abwärtsspirale zu durchbrechen, ist Ostermann überzeugt. Damit wächst nun der Druck auf die Verantwortlichen in der Politik, endlich zu handeln.






