07 May 2026, 04:34

Asylanträge in Mexiko sinken auf niedrigsten Stand seit 2019

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Asylanträge in Mexiko sinken auf niedrigsten Stand seit 2019

Asylanträge in Mexiko auf niedrigstem Stand seit Anfang 2019

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Neue Daten zeigen einen stetigen Rückgang der Asylanträge im vergangenen Jahr, wobei sich die Zahlen in den letzten Monaten auf einem stabilen Niveau eingependelt haben. Damit zeichnet sich ein Wandel ab, nachdem jahrelang Rekordzahlen verzeichnet wurden.

Zwischen Oktober 2020 und August 2025 bearbeitete die mexikanische Flüchtlingshilfekommission Comar monatlich über 4.000 Asylgesuche. Den Höhepunkt erreichte die Behörde im Oktober 2021 mit 17.980 eingereichten Anträgen. Doch bis zum letzten Quartal 2025 gingen die Zahlen deutlich zurück.

In diesem Zeitraum registrierte Comar 11.944 neue Anträge – ein Rückgang um fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und 41 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2024. Im Januar 2026 wurden 3.711 Anträge gestellt, fast genauso viele wie die 3.937 im Januar 2019. Das erste Quartal 2026 endete mit 10.205 Gesuchen.

Mehr als die Hälfte der Anträge aus dem Spätjahr 2025 wurde im Süden Mexikos eingereicht, insbesondere in Tapachula. Eine Umfrage des UNHCR ergab zudem, dass 39 Prozent der Asylsuchenden während ihres Aufenthalts im Land Raub, Entführung, Erpressung oder psychologische Gewalt erlebten. Viele haben Schwierigkeiten, sich zu integrieren – besonders in Mexiko-Stadt, wo fehlende gültige Aufenthaltspapiere Hürden schaffen.

Stand 30. Juni 2025 lebten 172.237 Asylsuchende in Mexiko. Die größte Gruppe stellten Haitianer (30 Prozent), gefolgt von Kubanern (22 Prozent), Honduranern (knapp 14 Prozent) und Venezolanern (rund 9 Prozent).

Der Rückgang der Anträge bringt die monatlichen Zahlen auf das Niveau von Anfang 2019 zurück. Während der Süden Mexikos weiterhin ein zentraler Einreiseort bleibt, bestehen für die bereits im Land befindlichen Schutzsuchenden nach wie vor Integrationsprobleme. Die aktuellen Daten spiegeln sowohl eine Verlangsamung der Neuankömmlinge als auch die anhaltenden Herausforderungen für Geflüchtete wider.

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