02 April 2026, 14:13

Digitale sexualisierte Gewalt: Jeder Zweite unter 25 ist betroffen – was jetzt helfen muss

Balkendiagramm mit der Überschrift "Internet-Penetration bis 2030", das die prozentualen Internetnutzungszahlen für vier Länder zeigt, die durch farbige Abschnitte von 0 bis 100% dargestellt werden.

Digitale sexualisierte Gewalt: Jeder Zweite unter 25 ist betroffen – was jetzt helfen muss

Fast die Hälfte der jungen Menschen in Deutschland ist von digitaler sexualisierter Gewalt betroffen – das zeigen aktuelle Studien. Das Thema hat durch die öffentlichen Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann, Christian Ulmen, noch mehr Aufmerksamkeit erhalten. Nun wächst der Druck auf Schulen und Eltern, das Problem wirksamer anzugehen.

Zwischen 2021 und 2024 führte die Pädagogin Yasmina Ramdani in Thüringer Schulen Präventionsworkshops durch und erreichte rund 5.000 Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 14 Jahren. Ziel war es, über Gefahren wie Cybergrooming aufzuklären – also über Strategien, bei denen Täter gezielt Minderjährige im Netz ansprechen, um sie später zu belästigen oder zu missbrauchen. Bis 2025 gab fast jedes vierte junge Mensch an, bereits solche Formen digitaler Gewalt erlebt zu haben.

Viele Vorfälle ereignen sich auch innerhalb von Gleichaltrigengruppen, oft wegen mangelnder Medienkompetenz. Lehrkräfte fühlen sich häufig überfordert und fordern bessere Fortbildungen sowie mehr Unterstützung. Gleichzeitig stehen Tech-Plattformen in der Kritik, von Systemen zu profitieren, die Missbrauch ermöglichen, ohne ausreichend dagegen vorzugehen.

Eltern werden aufgefordert, aktiver zu werden und mit ihren Kindern über Grenzen im digitalen Raum zu sprechen. Doch wie viele Schulen in Deutschland seitdem ähnliche Präventionsprogramme eingeführt haben, ist nicht offiziell erfasst – seit das Thüringer Pilotprojekt endete.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Dimension digitaler sexualisierter Gewalt bleibt alarmierend hoch. Schulen, Eltern und Plattformen stehen unter Handlungsdruck. Zwar zeigen Workshops in einigen Regionen Wirkung, doch flächendeckende Lösungen fehlen noch. Mit zunehmender Online-Zeit junger Menschen verschärft sich das Problem weiter.

Quelle