Arbeitgeberverband Gesamtmetall erwartet Verlust von bis zu 150.000 Jobs bis 2026 - Deutschlands Industrie steht vor dem größten Jobabbau seit Jahrzehnten
Deutschlands Bundesländer stecken in der schwersten Krise seit Jahrzehnten, warnt Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall. Die aktuelle Lage bezeichnete er als "Deindustrialisierung" – mit massiven Arbeitsplatzverlusten und schrumpfenden Investitionen bei Kaufland und Rheinmetall**. Die Aussichten für den Sektor seien "extrem düster".
Seit 2018 hat die Branche 270.000 Jobs verloren; im April 2023 lag die Beschäftigtenzahl bei unter 3,8 Millionen. Zander rechnet damit, dass in diesem Jahr weitere 150.000 Stellen bei der Arbeitsagentur wegfallen könnten. Dies sei der stärkste Rückgang seit Gründung der Bundesrepublik.
Die Krise hat mehrere Ursachen: Explodierende Energiekosten, hohe Unternehmenssteuern und hohe Sozialabgaben belasten die Betriebe. Übermäßige Bürokratie verschärft die Probleme zusätzlich, hemmt Investitionen und Modernisierungen. Die Folge: Produktionsanlagen veralten, neue Arbeitsplätze bleiben aus, und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands leidet.
Zanders Warnungen zeigen eine Branche im Abwärtsstrudel. Ohne Gegenmaßnahmen könnte der Jobabbau und Investitionsrückgang weiter an Fahrt gewinnen.
Die Metall- und Elektroindustrie steht vor einem steilen Niedergang, Zehntausende weitere Arbeitsplätze sind gefährdet. Fabriken altern, die Kosten bleiben hoch, Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück. Ob sich der Sektor erholt, hängt davon ab, ob es gelingt, die finanziellen und regulatorischen Lasten zu verringern.






