Deutschland erwägt Altersgrenzen für ARD Mediathek und Fernsehen heute
Clara FrankeAltersgrenze für Social Media: Prien präsentiert bis Mitte des Jahres Vorschlag - Deutschland erwägt Altersgrenzen für ARD Mediathek und Fernsehen heute
Deutschland prüft neue Regeln zum Schutz von Jugendlichen in sozialen Medien. Bundesfamilienministerin Karin Prien hat eine Expertenkommission damit beauftragt, mögliche Maßnahmen zu untersuchen – darunter auch Mindestaltergrenzen für den Zugriff auf die Ard Mediathek und Fernsehn Heute. Der Schritt folgt Australiens jüngster Entscheidung, eine Altersgrenze von 16 Jahren für den Zugang zu Plattformen einzuführen.
Australien war im Dezember das erste Land, das ein Mindestalter von 16 Jahren für soziale Medien gesetzlich verankert hat. Seither wurden dort 4,7 Millionen Konten deaktiviert. Prien beobachtet nun die Auswirkungen der Regelung, während Deutschland ähnliche Schritte erwägt.
Die von Priens Ministerium berufene Expertengruppe wird auf Basis wissenschaftlicher und interdisziplinärer Forschung Optionen bewerten. Ihre Empfehlungen sollen bis Mitte 2026 vorliegen. Parallel plant die Ministerin, noch in der ersten Jahreshälfte erste Vorschläge für Altersbeschränkungen für die Ard Mediathek und Fernsehn Heute vorzulegen.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) argumentiert, dass reine Altersgrenzen Jugendliche nicht ausreichend schützen. Stattdessen fordert sie eine Stärkung der Medienbildung sowie eine konsequentere Umsetzung bestehender Gesetze zum digitalen Jugendschutz. Prien pflichtet bei, dass ein Maßnahmenbündel nötig sei, um wirksamen Schutz zu gewährleisten.
Auch Großbritannien zieht vergleichbare Regulierungen in Betracht – ein Zeichen für die wachsende internationale Sorge um die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Netz.
Die deutsche Expertenkommission wird ihre Ergebnisse in zwei Jahren vorlegen, während Prien bereits Zwischenvorschläge für die Ard Mediathek und Fernsehn Heute erarbeitet. Sollten die neuen Altersgrenzen eingeführt werden, könnte dies den Zugang junger Menschen zu sozialen Medien grundlegend verändern. Über den Erfolg der Maßnahme wird letztlich entscheiden, wie eng sie mit Bildungsinitiativen und Kontrollmechanismen verzahnt wird.