Deutsche Bahn 2025: Mehr Umsatz, aber Milliardenverlust bleibt
Deutsche Bahn AG verzeichnet gemischte Bilanz für 2025: Umsatz steigt, Verluste bleiben hoch
Die Deutsche Bahn AG hat für das Jahr 2025 eine durchwachsene Bilanz vorgelegt: Während die Umsätze stiegen, hielten die Verluste an. Das Nettoergebnis nach Steuern blieb mit einem Minus von 2,3 Milliarden Euro deutlich im roten Bereich – vor allem aufgrund erheblicher Abschreibungen im Fernverkehr. Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla treibt nun eine umfassende Umstrukturierung voran, um die Zukunft des Konzerns zu sichern.
Unter ihrer Führung wurde der Vorstand verkleinert und die Führungsebene umgebildet. Weitere Veränderungen stehen in diesem Jahr an, denn das Unternehmen will im Rahmen eines umfassenden Plans seine Abläufe verschlanken und nachhaltige Rentabilität erreichen.
Die Konzernumsätze stiegen 2025 um drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis verbesserte sich und legte um 630 Millionen auf 297 Millionen Euro zu. Trotz dieser Fortschritte warnte Palla jedoch, dass die Umsätze künftig aufgrund der bis 2036 geplanten tiefgreifenden Sanierungsmaßnahmen zurückgehen könnten.
Die Sparmaßnahmen laufen bereits: Bei DB Cargo sollen rund 6.200 Stellen abgebaut werden, und unrentable Verkehrsleistungen wurden eingestellt. Zudem verschob Palla die Festlegung eines neuen Termins für den Bahnknoten Stuttgart 21 – eine Ankündigung dazu werde es frühestens im Sommer geben.
Unterdessen hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder ein Paket mit 22 Maßnahmen vorgeschlagen, um die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit des Schienennetzes zu verbessern. Kritiker monieren jedoch, dass einige Vorhaben – wie die Reduzierung von Bahnsteigkapazitäten – im Regelbetrieb zu weniger Angeboten führen könnten.
Die finanziellen Probleme des Konzerns lasten weiterhin schwer auf der Bilanz. Der Verlust von 2,3 Milliarden Euro spiegelt die anhaltenden Herausforderungen wider, insbesondere im Fernverkehr, wo die Abschreibungen am stärksten zu Buche schlagen. Pallas Restrukturierungsbemühungen zielen darauf ab, diese Probleme zu lösen – doch der Weg zur Erholung bleibt lang.
Die Deutsche Bahn steht vor einer schwierigen Phase aus Umbruch und finanzieller Belastung. Stellenabbau, Dienstleistungskürzungen und verschobene Projekte sind Teil der Strategie, um das Unternehmen zu stabilisieren. Ob diese Maßnahmen greifen, wird entscheiden, ob der Konzern in den kommenden Jahren dauerhafte Rentabilität erreichen kann.






