23 May 2026, 20:33

dbb attackiert Besoldungsreform: "Verfassungswidrig und ungerecht"

dbb wirft Bundesregierung Verfassungsbruch bei Besoldungsreform vor

dbb attackiert Besoldungsreform: "Verfassungswidrig und ungerecht"

Der dbb beamtenbund und tarifunion hat den Entwurf der Bundesregierung für eine Besoldungsreform scharf kritisiert. Der Verband fordert vor einer Verabschiedung grundlegende Nachbesserungen, da er Teile des Gesetzentwurfs als verfassungswidrig einstuft und zentrale Neuregelungen als ungerecht bewertet.

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Die geplante Reform sieht vor, künftig auch das Einkommen des Partners oder der Partnerin bei der Besoldung zu berücksichtigen – eine Änderung, die der dbb als unzulässig ablehnt. Ein zentraler Kritikpunkt des dbb betrifft die geplante Abschaffung des sogenannten 'Alleinverdienerprinzips'. Der Verband argumentiert, dass das Partnereinkommen außerhalb des Einflussbereichs des Beamten liegt und daher nicht in die Besoldung einfließen dürfe. Zudem wirft der dbb der Regierung vor, mit der Reform zwei verfassungsrechtliche Grundsätze zu verletzen: das 'Leistungsprinzip' sowie die 'Differenzierungsregel'.

Auch die vorgesehene Gehaltsstruktur für Spitzenbeamte stößt auf Ablehnung. Der Verband bemängelt, dass die geplanten Anpassungen die erforderlichen Abstände innerhalb der B-Besoldung verfehlen, insbesondere die sogenannte '1,6-Prozent-Lücke' zwischen den Stufen B3 und B4. Obwohl der dbb höhere Einstiegsgehälter für Beamte grundsätzlich begrüßt, fordert er eine kritische Überprüfung der Einkommensunterschiede im gesamten B-System, bevor der Entwurf weiterverfolgt wird.

Ziel der Reform ist es, die Anfangsgehälter von Beamten anzuheben und das bisherige Besoldungsmodell zu modernisieren. Doch ohne Korrekturen drohe laut dbb eine Ungleichbehandlung, die rechtlich nicht haltbar sei. Die Kritik des dbb zeigt, dass der aktuelle Gesetzentwurf auf erheblichen Widerstand stößt. Sollte die Bundesregierung die Bedenken des Verbandes nicht aufgreifen, könnte die geplante Besoldungsreform nicht nur rechtliche, sondern auch praktische Hürden nehmen. Eine Überarbeitung der umstrittenen Punkte erscheint damit unvermeidlich.

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