Condor vor dem Countdown: Bis 2026 entscheidet sich die Zukunft der Airline
Lukas BraunCondor vor dem Countdown: Bis 2026 entscheidet sich die Zukunft der Airline
Ungewisse Zukunft: Condor steht vor einer entscheidenden Frist
Bis zum 30. September 2026 kommt es für die Fluggesellschaft Condor zum Showdown: Dann laufen die Fäden zwischen der deutschen Bundesregierung, ihrem Investor und der belasteten Vergangenheit des Unternehmens zusammen. Die jüngste Folge des Podcasts "Gedankenflüge" wirft nun einen genaueren Blick auf die Turbulenzen der Airline – und könnte den Auftakt zu einer neuen, eigenständigen Serie markieren.
Die Probleme von Condor begannen 2019, als ihre liquiden Mittel in einen gemeinsamen Liquiditätspool der inzwischen kollabierten Thomas-Cook-Gruppe flossen. Um die Airline über Wasser zu halten, sprang die Bundesregierung mit einem Notkredit in Höhe von 550 Millionen Euro ein, vergeben über die staatseigene Förderbank KfW.
Später übernahm der britische Finanzinvestor Attestor mit dem Plan, Condor zu stabilisieren und schließlich gewinnbringend zu verkaufen. Doch dessen britischer Status schuf strukturelle Hürden, die den Umstrukturierungsprozess erschwerten. Teil des Deals war ein sogenannter Earn-out-Mechanismus, der zukünftige Zahlungen an die Performance der Airline knüpfte.
Im Rahmen der finanziellen Sanierung wurde die Schuldenlast Condors zudem in senior- und nachrangige Tranchen aufgeteilt. Doch bis Ende September hatte sich kein Käufer gefunden – die nächsten Schritte der Airline bleiben unklar. Die ursprüngliche Strategie – Kauf, Sanierung, Verkauf – hat sich bisher nicht wie geplant umsetzen lassen.
Ohne einen Verkauf in Aussicht steht Condor nun in zwei Jahren vor einer Zäsur. Dann wird sich zeigen, welchen Weg die Bundesregierung, Attestor und die finanzielle Vorgeschichte des Unternehmens einschlagen. Entscheidend wird sein, ob sich doch noch ein Käufer findet – oder ob alternative Lösungen gefunden werden müssen.






