20 March 2026, 18:14

Collien Fernandes wirft Ex-Mann Christian Ulmen digitale Belästigung vor

Schwarze und weiße Zeitschriftentitel 'Humoristische Liste' mit einem Mann im Anzug mit ernster Miene und einer Frau, die verschmitzt wegsieht.

Collien Fernandes wirft Ex-Mann Christian Ulmen digitale Belästigung vor

Die deutsche Moderatorin Collien Fernandes hat ihren Ex-Mann, den Komiker Christian Ulmen, öffentlich schwerer digitaler Belästigung beschuldigt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Profile angelegt, explizite Inhalte verbreitet und unter ihrer Identität erotische Telefongespräche geführt zu haben. Die Vorwürfe haben eine breite Debatte über Verantwortung und Opferbeschuldigung bei digitaler Gewalt ausgelöst.

Fernandes und Ulmen waren einst verheiratet, doch ihre Beziehung endete vor Jahren. Jetzt enthüllte sie, dass er angeblich mehrere Fake-Accounts unter ihrem Namen erstellt habe. Diese Profile sollen genutzt worden sein, um pornografisches Material zu verbreiten, mit Fremden auf Dating-Plattformen zu interagieren und sogar explizite Telefonate zu führen – alles in ihrer vermeintlichen Identität.

Die Anschuldigungen werfen ein neues Licht auf Ulmens frühere Arbeiten. In den mittleren 2000er-Jahren moderierte er die Reality-Show Mein neuer Freund, in der er wöchentlich einen "schrecklichen Freund" spielte. Teilnehmerinnen mussten sein beleidigendes Verhalten ertragen; nur wer bis zum Ende durchhielt, erhielt eine Bezahlung. Ein weiteres umstrittenes Format war Wer will meine Freundin vögeln?, bei dem Männer um die "heißeste" Partnerin wetteiferten – mit erniedrigenden Aufgaben.

Fernandes bezeichnet Ulmens Handlungen nun als "virtuelle Vergewaltigung" und wirft ihm vor, wiederholt Grenzen überschritten zu haben, insbesondere gegenüber Frauen. Ihre Entscheidung, öffentlich zu sprechen, hat viele dazu gebracht, ihre anfänglichen Reaktionen zu hinterfragen. Einige, darunter die Autorin eines viel geteilten Artikels, geben zu, dass sie einst ihr Urteil infrage stellten, weil sie mit Ulmen liiert war – angesichts seiner misogynen Rollen wie etwa Alexander von Eich, ein snobistischer Aristokrat, der Frauen auf dem Bildschirm herabwürdigte.

Im Netz formiert sich Solidarität mit Fernandes, die an die Worte der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot anknüpft: "Die Scham muss die Seite wechseln." Die Kritik hat bereits Konsequenzen für Ulmen: Werbedeals wurden ausgesetzt, seine Fernsehprojekte werden überprüft.

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Die Vorwürfe haben für Ulmen sofortige berufliche Folgen: Seine Tätigkeiten in Werbung und Fernsehen sind vorerst gestoppt, während die Ermittlungen laufen. Der Fall zeigt zudem, wie nachhaltig digitale Gewalt wirkt – und wie wichtig es ist, Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Quelle