Clara Herrmann verlässt nach fast einem Jahrzehnt die Spitzenpolitik in Friedrichshain-Kreuzberg
Tim SimonBezirksb├╝rgermeisterin Clara Herrmann tritt nicht mehr an - Clara Herrmann verlässt nach fast einem Jahrzehnt die Spitzenpolitik in Friedrichshain-Kreuzberg
Clara Herrmann, die 40-jährige Bezirksbürgermeisterin von Berlins Friedrichshain-Kreuzberg, wird im September nicht erneut kandidieren. Nach fast einem Jahrzehnt in der Kommunalpolitik zieht sie sich zurück, um sich neuen Herausforderungen zu widmen. Ihre Entscheidung stößt bei Kolleg:innen der Grünen-Fraktion auf Respekt.
Jahre lang hat Herrmann die politische Ausrichtung des Bezirks geprägt. Vor fast 25 Jahren trat sie erstmals der örtlichen Grünen-Parteiorganisation bei. Von 2006 bis 2016 war sie Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus, bevor sie Verantwortung auf Bezirksebene übernahm.
Seit 2021 setzte sie sich als Bezirksbürgermeisterin für sozialen Wandel, kulturelle Vielfalt und Umweltschutz ein. Unter ihrer Führung entstand im Februar 2026 die Ausstellung Women in Exile – Wege des Widerstands, die feministische Solidarität gegen Rassismus thematisierte. Im März desselben Jahres bot der M-Power Kids Day Workshops für schwarze Kinder und Familien an. Auch im Klimabereich gab es Fortschritte, etwa durch das Projekt Kotti räumt auf, das die Abfallwirtschaft am Kottbusser Tor durch bessere Infrastruktur und Gemeinschaftsinitiativen verbesserte.
Die zweifache Mutter nannte persönliche Weiterentwicklung als zentralen Grund für ihren Rückzug. Die Grünen-Fraktion würdigte ihre Verdienste dankbar und hob ihre Rolle bei der Gestaltung eines inklusiveren und nachhaltigeren Bezirks hervor.
Nach einem Jahrzehnt prägender Arbeit in Friedrichshain-Kreuzberg hinterlässt Herrmann ein klares Erbe – besonders in den Bereichen soziale Vielfalt und Klimaschutz. Die Wahl im September wird entscheiden, wer ihre Nachfolge als Bezirksbürgermeisterin antritt.






