"Circle of Life"-Komponist verklagt Komiker wegen Zulu-Übersetzung auf 27 Millionen Dollar
Lukas Braun"Circle of Life"-Komponist verklagt Komiker wegen Zulu-Übersetzung auf 27 Millionen Dollar
Lebohang Morake, der Komponist hinter dem ikonischen "Circle of Life" aus "Der König der Löwen", verklagt den Komiker Learnmore Jonasi auf 27 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Die Klage folgt auf Jonasis umstrittene Übersetzung der Zulu-Texte des Liedes, die Morake als entwürdigend für dessen kulturelle Bedeutung ansieht. Jonasi, ein simbabwischer Stand-up-Comedian, der durch Auftritte bei "America's Got Talent" bekannt wurde, zeigte sich inzwischen unterstützend gegenüber Morakes Werk.
Der Streit begann, als Jonasi in einem Podcast den berühmten Eröffnungschor "Nants'ingonyama bagithi Baba" mit "Schaut, da ist ein Löwe. Oh mein Gott." übersetzte – eine Interpretation, die bei den Moderatoren für Gelächter sorgte. Disneys offizielle Version lautet dagegen weit erhabener: "Heil dem König, wir alle verneigen uns vor dem König." Morake, der unter dem Künstlernamen Lebo M auftritt, argumentiert, dass Jonasis übertriebene Imitationen und vorsätzliche Fehlübersetzung einen tatsächlichen Schaden von über 20 Millionen US-Dollar verursacht hätten. Die Klage fordert zusätzlich sieben Millionen US-Dollar als Strafschadensersatz.
Jonasi erhielt die Klageschrift mitten in einer Stand-up-Show auf der Bühne. Später teilte er den Moment auf Instagram, wo der Beitrag mittlerweile über drei Millionen Aufrufe verzeichnet. Tausende Nutzer stellten sich hinter den Komiker, während Jonasi selbst seine Bewunderung für Morakes Musik zum Ausdruck brachte. Er schlug sogar eine Zusammenarbeit an einem Video vor, um die tiefere Bedeutung des Liedes zu erkunden.
Morakes Anwälte bestehen darauf, dass Jonasis Äußerungen das kulturelle Gewicht des Chorals untergraben hätten. Der Komiker hingegen thematisiert "Der König der Löwen" seit Langem in seinen Programmen – eine Mischung aus Humor und kultureller Reflexion.
Die Klage schreitet nun voran, mit Morake, der Entschädigung für Rufschädigung und finanzielle Verluste fordert. Jonasis öffentliche Reaktion und die breite Unterstützung seiner Fans deuten darauf hin, dass der Fall über den Gerichts Saal hinaus eine Debatte ausgelöst hat. Das Urteil könnte prägend dafür werden, wie künstlerische Werke und ihre Interpretationen in Comedy und öffentlicher Diskussion behandelt werden.**






