Christian Ulmen und Collien Fernandes: Rechtsstreit eskaliert mit Medienvorwürfen und juristischen Drohungen
Marie SchulzChristian Ulmen und Collien Fernandes: Rechtsstreit eskaliert mit Medienvorwürfen und juristischen Drohungen
Der Rechtsstreit zwischen dem Schauspieler Christian Ulmen und seiner Ex-Partnerin Collien Fernandes hat eine neue Wendung genommen. Ulmens Anwalt, Christian Schertz, wirft den öffentlich-rechtlichen Sendern NDR und ARD vor, in ihrer Talkshow-Berichterstattung über den Fall befangen zu sein. Die Vorwürfe haben zudem zu Drohungen mit rechtlichen Schritten gegen den Spiegel wegen dessen Berichterstattung geführt.
Schertz behauptet, die Medienberichterstattung sei unfair und rechtlich bedenklich gewesen. Im Mittelpunkt der Kontroverse steht eine Folge der Talkshow von Caren Miosga, in der Fernandes' Vorwürfe gegen Ulmen thematisiert wurden. Schertz kritisierte die Sendung wegen einer einseitigen Gästeauswahl als rechtswidrig und juristisch angreifbar. Er gab an, selbst an der Sendung teilnehmen zu wollen, sei jedoch abgelehnt worden.
Zudem wies Schertz zentrale Vorwürfe gegen Ulmen zurück, darunter die Behauptung, sein Mandant habe Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet. Diese Anschuldigungen bezeichnete er als falsch. Darüber hinaus bestritt er die Darstellung des Spiegel zu einem Vorfall auf Mallorca. Die Berichterstattung sei unvollständig, und die Polizei habe Fehlverhalten bei beiden Beteiligten festgestellt.
Unterdessen prüfen die Staatsanwälte in Itzehoe weiterhin Fernandes' Vorwürfe gegen Ulmen. Das entsprechende Verfahren in Spanien wurde inzwischen eingestellt, was den Fall in einer rechtlichen Schwebe belässt.
Der Streit hat eine breitere Debatte über digitale Gewalt, die Berichterstattung von Medien über Vorwürfe und die Verantwortung öffentlich-rechtlicher Sender bei der Meinungsbildung ausgelöst.
Schertz kündigte an, rechtliche Schritte gegen den Spiegel wegen dessen Berichterstattung einzuleiten. Die Ermittlungen der deutschen Staatsanwaltschaft laufen noch, während die eingestellten spanischen Verfahren zusätzliche Unsicherheit schaffen. Schertz' juristische Drohungen gegen den Spiegel und seine Kritik an der Vorgehensweise der Talkshow deuten darauf hin, dass der Konflikt vor Gericht weitergehen wird. Die grundsätzliche Diskussion über Medienethik und digitale Gewalt dürfte sich parallel zum juristischen Prozess fortsetzen.






