24 May 2026, 14:49

CFTC in der Krise: Krypto-Ermittlungen abgebrochen, Whistleblower unter Druck

Aufsicht über Kryptowährungen durch CFTC in Frage gestellt, nachdem Beamte abgedrängt wurden

CFTC in der Krise: Krypto-Ermittlungen abgebrochen, Whistleblower unter Druck

Die US-Terminbörsenaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) steht wegen ihres Umgangs mit Krypto- und Prognosemarkt-Fällen intern in der Kritik. Unter der aktuellen Regierung wurden mindestens fünf Ermittlungen gegen Krypto-Unternehmen eingestellt, während Beamte, die Bedenken äußerten, laut Berichten disziplinarische Maßnahmen befürchten mussten.

Unterdessen hat der Kongress Präsident Trump aufgefordert, die Führungslücken in der Behörde zu schließen, wo vier Kommissarsposten weiterhin unbesetzt sind.

Bis Ende 2025 wurden zwei CFTC-Mitarbeiter, die regulatorische Entscheidungen hinterfragt hatten, in den bezahlten Zwangsurlaub versetzt. Drei weitere sahen sich ähnlichen Maßnahmen ausgesetzt. Führende Angestellte, darunter die damalige kommissarische Vorsitzende Caroline Pham und die Juristin Brigitte Weyls, sollen Firmen trotz interner Vorbehalte den Weg geebnet haben.

Fachleute aus der Behörde hatten Probleme bei Polymarket, Crypto.com und einem Tochterunternehmen von Gemini aufgedeckt. Ihre Bedenken betrafen den Verbraucherschutz, Betrugsprävention und die Einhaltung von Vorschriften. Dennoch ergriff die CFTC kaum Durchsetzungsmaßnahmen: Sie leitete nur zwei Krypto-Verfahren ein, stellte aber mindestens fünf Ermittlungen ein.

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Im März startete die Behörde ein umfassendes Regelwerk-Verfahren für Prognosemärkte und lud die Öffentlichkeit ein, Stellung zu Event-Kontrakten und möglichen Regulierungen zu nehmen. Zudem gewährte sie eine No-Action-Erklärung für voll besicherte Verträge an regulierten Börsen, wodurch bestimmte Melde- und Dokumentationspflichten gelockert wurden.

Die Haltung der CFTC steht im Kontrast zu Widerstand auf Bundestaaten-Ebene. Während die Behörde eine Ausweitung der Bundesaufsicht befürwortet, geriet sie mit fünf Bundesstaaten aneinander und verklagte New York wegen der Regulierung von Prognosemärkten. Mitarbeitern soll nahegelegt worden sein, in der Krypto-Durchsetzung „keine Unruhe zu stiften“. Senior-Beamte, die Widerspruch einlegten, wurden suspendiert, intern untersucht oder zum Rücktritt gedrängt.

Die nachlassende Kontrolle und die internen Konflikte der CFTC haben Kritik auf sich gezogen. Angesichts von vier vakanten Kommissarsposten fordern Abgeordnete nun personelle Veränderungen. Der Umgang der Behörde mit Krypto-Werten und Prognosemärkten bleibt ein Streitpunkt zwischen Bundes- und Landesaufsehern.

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