Cepedas überraschender WM-Vorschlag polarisiert Kolumbiens Wahlkampf
Kolumbiens linksgerichteter Präsidentschaftskandidat Iván Cepeda schlägt Bewerbung um FIFA-WM vor
Der kolumbianische Präsidentschaftskandidat der Linken, Senator Iván Cepeda, hat vorgeschlagen, dass sich das Land um die Austragung einer Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA bewerben sollte. Die Idee ist zu einem zentralen Bestandteil seines Wahlkampfs vor der Stichwahl am 21. Juni gegen seinen rechtsextremen Konkurrenten Abelardo de la Espriella geworden.
Cepeda hatte vor der ersten Wahlrunde am 31. Mai zunächst in den Umfragen geführt. Doch unterlag er schließlich de la Espriella, wodurch es nun zur anstehenden Stichwahl kommt. Eine aktuelle Umfrage des Instituts Atlas-Intel zeigt de la Espriella derzeit bei 52 Prozent, während Cepeda auf 44 Prozent kommt.
Im Wahlkampf brachte Cepeda die Idee ins Spiel, Kolumbien solle die Ausrichtung einer WM als nationale Priorität anstreben. Gegner kritisierten den Vorschlag umgehend als letzten Versuch, Wählerstimmen zu gewinnen. Kolumbien war bisher nur einmal Gastgeber – das Land zog sich jedoch 1986 als Ausrichter zurück.
Die FIFA hat die WM 2030 bereits an Spanien, Portugal und Marokko vergeben, 2034 wird Saudi-Arabien der Gastgeber sein. Damit bleibt ungewiss, für welche zukünftige Ausgabe Kolumbien eine Bewerbung einreichen könnte.
Die Stichwahl findet am 21. Juni statt. Cepedas WM-Pläne haben zwar eine Debatte ausgelöst, die aktuelle Umfrageentwicklung aber nicht verändert. Das Ergebnis der Wahl wird zeigen, ob seine Vision für Kolumbiens sportliche Zukunft auf Resonanz stößt.






