30 March 2026, 06:14

CDU Solingen fordert härteres Vorgehen gegen Mobbing in Schulen und Kitas

Eine Gruppe von Menschen mit Masken und Schildern protestiert vor einem Gebäude mit Glaswänden und -türen, mit Texttafeln, Kameras und einem Hund.

CDU Solingen fordert härteres Vorgehen gegen Mobbing in Schulen und Kitas

Die Solinger CDU drängt auf strengere Maßnahmen gegen Mobbing in Schulen und Kitas der Stadt. Eine neue Anfrage soll klären, wie verbreitet das Problem ist und ob die bestehenden Präventionsprogramme wirken. Der Vorstoß folgt auf bundesweite Studien, die alarmierende Mobbingraten unter Jugendlichen aufzeigen.

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Aktuelle Zahlen unterstreichen das Ausmaß der Problematik: Die PISA-Studie 2022 ergab, dass 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland mehrmals im Monat gemobbt werden. Übertragen auf Solingen wären das rund 2.800 betroffene Schülerinnen und Schüler. Eine weitere Erhebung der Techniker Krankenkasse zeigt, dass jedes sechste Schulkind bundesweit von Mobbing betroffen ist – auch Cybermobbing stellt ein großes Problem dar: 16,7 Prozent der 8- bis 21-Jährigen geben an, bereits online angegriffen worden zu sein.

Die CDU-Anfrage wird untersuchen, wie häufig Mobbing in Solinger Schulen und Kitas vorkommt. Zudem soll die Wirksamkeit der bisherigen Präventionsmaßnahmen und deren langfristige Auswirkungen überprüft werden. Auch die Verwendung von Mitteln aus dem nordrhein-westfälischen Bildungsbudget für Anti-Mobbing-Initiativen steht auf dem Prüfstand, ebenso wie die Rolle von Schulsozialarbeitern bei der Bekämpfung des Problems.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf digitalem Mobbing, insbesondere in Klassenchatgruppen. Zwar gibt es keine lokalen Daten dazu, wie viele Kinder in Solingen aufgrund von Mobbing medizinische oder psychologische Hilfe benötigten – bundesweite Schätzungen deuten jedoch auf eine große Verbreitung hin.

Mit der Anfrage will die CDU klare Antworten zum Mobbinggeschehen in Solingen erhalten und bewerten, wie gut die aktuellen Strategien Kinder und Jugendliche schützen. Angesichts der möglicherweise Tausenden Betroffenen könnten die Ergebnisse künftige Präventionsmaßnahmen in Schulen und Kitas prägen. Die Partei betont, dass sowohl gegen physisches als auch digitales Mobbing entschlossener vorgegangen werden müsse.

Quelle