CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe nach umstrittenem Mikrofon-Moment
Tim SimonCDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe nach umstrittenem Mikrofon-Moment
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU in Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, zurückgewiesen. Er bezeichnete die Anschuldigungen als überzogene Versuche, eine falsche Nähe zwischen ihnen zu konstruieren.
Heuer nahm Bezug auf ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung, die seiner Meinung nach einen irreführenden Eindruck vermittelten. Er räumte ein, dass seine Geste, nach Siegmunds Mikrofon zu greifen, missverstanden werden könne, bestritt jedoch, dass dies ein Beweis für eine Zusammenarbeit sei.
Die Zusammenarbeit mit der AfD bezeichnete er als Dilemma – angesichts ihrer Einstufung als rechtsextrem, aber demokratisch gewählter Partei. Dennoch lud er alle Fraktionen, einschließlich der AfD, ein, die Politik der CDU im Landtag zu unterstützen. Gleichzeitig betonte er, dass seine Partei die inhaltlichen Positionen der AfD ablehnen müsse, sich dabei aber an die parlamentarischen Regeln halten werde.
Heuer kritisierte die öffentliche Aufmerksamkeit für den Vorfall und erklärte, diese lenke von wichtigen Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel ab. Entscheidend sei nicht, woher die parlamentarische Unterstützung komme, sondern dass die Inhalte selbst überzeugend seien.
Der CDU-Politiker beharrte darauf, dass sein Verhalten nichts Unangemessenes gehabt habe. Er unterstrich die Notwendigkeit, sich auf sachpolitische Debatten zu konzentrieren, statt auf vermeintliche politische Verbindungen. Die Kontroverse habe nichts an seiner Haltung geändert, mit allen gewählten Abgeordneten zusammenzuarbeiten.






