08 March 2026, 16:13

CDU-Büro in Jena mit Hass-Graffiti beschmiert – Polizei ermittelt wegen politischer Gewalt

Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Gruppe von Menschen, die eine Straße entlang marschieren, Schilder und Transparente in den Händen halten, mit einem Laternenpfahl links und einem Gebäude mit einer Tafel, auf der 'Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei in Berlin' steht, rechts.

Graffiti an der CDU-Zentrale in Jena richtet sich gegen Bundeskanzler Merz - CDU-Büro in Jena mit Hass-Graffiti beschmiert – Polizei ermittelt wegen politischer Gewalt

CDU-Büro in Jena mit beleidigenden Graffiti beschmiert – Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung

Unbekannte Täter haben in der Nacht das CDU-Büro in Jena mit provokanten Parolen beschmiert. Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Sachbeschädigung aus und hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Angreifer hinterließen dabei beleidigende Schmierereien, die bereits in früheren Vorfällen eine Rolle spielten.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Zwischenfälle ein: Bereits am 8. März 2026 hatte die Berliner Polizei bei einer Demonstration gegen die Wehrpflicht einem 18-jährigen Protestierenden ein Plakat mit der Aufschrift "Merz leck Eier" abgenommen. Daraufhin leitete die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen übler Nachrede ein, das bundesweit für Aufsehen und Kritik sorgte.

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Die Jenaer CDU sprach von einem "besorgniserregenden Muster" zunehmender Verrohung in politischen Debatten. Immer häufiger würden sachliche Auseinandersetzungen in persönliche Beleidigungen und Gewalt gegen Eigentum umschlagen, hieß es. Das Gebäude selbst war bereits mehrfach Ziel von Vandalismus.

Die Polizei bestätigte, dass sie die Graffiti als Sachbeschädigung untersucht. Die CDU betonte, solche Angriffe untergrüben die demokratische Streitkultur und gefährdeten die Sicherheit von Parteimitgliedern und Mitarbeitenden.

Die Tat hat die Debatte über den Ton in der politischen Auseinandersetzung in Deutschland neu entfacht. Während die Behörden die Ermittlungen fortsetzen, fordert die CDU konsequenteren Schutz für demokratische Parteien. Bisher gab es keine Festnahmen.

Quelle