22 March 2026, 16:13

Caritas warnt: Steigende Energiekosten überfordern einkommensschwache Haushalte

Plakat wirbt für Heizpumpen-Upgrades, zeigt ein Bild einer Heizpumpe und den Text "Upgrade Your Home with a Heat Pump."

Caritas warnt: Steigende Energiekosten überfordern einkommensschwache Haushalte

Caritas fordert mehr Unterstützung für einkommensschwache Haushalte angesichts steigender Energiekosten

Die katholische Wohlfahrtsorganisation Caritas drängt auf stärkere Hilfen für Haushalte mit geringem Einkommen, da die Energiepreise weiter ansteigen. Die Organisation setzt sich für Reformen bei Sozialleistungen sowie einen besseren Zugang zu staatlicher Förderung ein, etwa durch Wohngeld. Zudem fordert sie gesetzliche Änderungen, um sicherzustellen, dass Vermieter klimafreundliche Heizsysteme in ihren Gebäuden installieren.

Laut dem siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung geben Haushalte mit einem Monatseinkommen von weniger als 1.300 Euro rund zehn Prozent ihrer Gesamtausgaben für Heizenergie aus. Bei Haushalten mit Einkommen über 5.000 Euro liegt dieser Anteil bei unter fünf Prozent. Caritas betont, dass diese Ungleichheit gezielte finanzielle Entlastungen notwendig mache.

Die Organisation plädiert für verbindliche Nachrüstungen von Heizungsanlagen in Mietwohnungen. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa ist überzeugt, dass Systeme auf Basis erneuerbarer Energien Mietern langfristig stabile Heizkosten bieten und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß senken könnten. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt bereits vor, dass neue Heizungen ab 2029 schrittweise 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen, sobald kommunale Wärmepläne vorliegen. Allerdings gibt es bundesweit keine Daten dazu, wie viele Mietgebäude diesen Standard bereits erfüllen.

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Caritas fordert zudem den Ausbau von Energieberatungsangeboten für finanziell benachteiligte Haushalte. Diese Maßnahmen – kombiniert mit Reformen bei Sozialleistungen – sollen die finanzielle Belastung verringern und die Wärmewende in Deutschland beschleunigen.

Die vorgeschlagenen Änderungen würden Heizkosten für einkommensschwache Mieter bezahlbarer machen und die Abhängigkeit von internationalen Ölmärkten verringern. Gleichzeitig könnten sie Deutschland helfen, seine Klimaziele zu erreichen, indem der Umstieg auf erneuerbare Energien im Wärmesektor vorangetrieben wird. Caritas betont, dass gesetzliche Vorgaben und verbesserte staatliche Unterstützung unverzichtbar seien, um diese Ziele zu verwirklichen.

Quelle