Cancom 2025: Umsatz sinkt, doch Rohertrag steigt – was steckt dahinter?
Lukas BraunCancom 2025: Umsatz sinkt, doch Rohertrag steigt – was steckt dahinter?
Cancom veröffentlicht gemischte Jahresergebnisse für 2025 – Umsatzrückgang, aber steigender Rohertrag
Die Cancom Group hat ihre Finanzzahlen für das Jahr 2025 vorgelegt, die eine uneinheitliche Entwicklung in verschiedenen Märkten zeigen. Zwar verzeichnete der Konzern einen leichten Umsatzrückgang, doch gelang es dem Unternehmen, den Rohertrag zu steigern. Vorstandsvorsitzender Rüdiger Rath zeigt sich zuversichtlich in Bezug auf die Zukunft der Digitalisierung und die Wachstumsperspektiven des Unternehmens.
Der Konzernumsatz belief sich 2025 auf 1,71 Milliarden Euro – ein leichter Rückgang gegenüber 1,74 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Rohertrag kletterte jedoch auf 697 Millionen Euro (2024: 694 Millionen Euro). Diese Verbesserung gelang trotz eines Rückgangs der Inlandsumsätze um 3,7 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro.
Deutlich besser entwickelte sich das internationale Geschäft: Hier stieg der Umsatz um 3,2 Prozent auf 622,1 Millionen Euro. Das EBITDA im operativen Geschäft lag bei 38,9 Millionen Euro, wobei dieser Wert Sonder- und Restrukturierungseffekte enthielt. Rath betonte, dass die strukturellen Treiber der Digitalisierung weiterhin intakt seien und langfristig für Stabilität sorgten.
Für 2026 prognostiziert Cancom einen Umsatz zwischen 1,75 und 1,85 Milliarden Euro. Das Unternehmen rechnet damit, dass Kernprojekte im Bereich Digitalisierung im kommenden Jahr stabil bleiben. Unterdessen erwartet der Wettbewerber Bechtle ein Umsatzwachstum von bis zu fünf Prozent im Jahr 2026, während Computacenter trotz anhaltender Herausforderungen vorsichtig optimistisch bleibt.
Die Ergebnisse von Cancom zeigen Widerstandsfähigkeit in einem sich wandelnden Markt: Die Zuwächse beim Rohertrag und im Auslandsgeschäft gleichen die rückläufigen Inlandsumsätze aus. Die Prognose für 2026 deutet auf eine anhaltende Nachfrage nach Digitalisierungsvorhaben hin, auch wenn die allgemeine Wirtschaftslage die Performance beeinflussen dürfte. Branchenkollegen signalisieren ebenfalls verhaltenen Optimismus für das kommende Jahr.






