02 February 2026, 00:20

Butter oder Margarine? Warum das Fettsäureprofil heute entscheidend ist

Ein Nahaufnahme eines leuchtend pinken Butterblütenblatts auf dem Boden, umgeben von einer Mischung aus grünen und braunen trockenen Blättern.

Butter oder Margarine? Warum das Fettsäureprofil heute entscheidend ist

Die jahrelange Debatte über Butter und Margarine nimmt eine neue Wendung. Experten konzentrieren sich heute weniger darauf, ob die Streichfette tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sind, sondern vielmehr auf ihr Fettsäureprofil. Aktuelle Studien und Ernährungsrichtlinien verändern die Empfehlungen, welche Variante für verschiedene Bevölkerungsgruppen gesünder sein könnte.

Butter enthält viel gesättigte Fettsäuren, die bei übermäßigem Verzehr den LDL-Cholesterinspiegel erhöhen können. Allerdings liefert sie von Natur aus fettlösliche Vitamine wie A, D und E. Margarine hingegen wird meist aus pflanzlichen Ölen hergestellt und ist reich an ungesättigten Fettsäuren, darunter Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Manche Sorten sind zudem mit denselben Vitaminen angereichert wie Butter.

Eine Studie aus dem Jahr 2024 zeigte, dass die ungesättigten Fettsäuren in Margarine dazu beitragen könnten, schädliches Bauchfett zu reduzieren. Bestimmte Margarinen enthalten sogar pflanzliche Sterine, die die Cholesterinaufnahme hemmen und den LDL-Spiegel senken – diese werden jedoch nur Menschen mit erhöhtem Cholesterin empfohlen. Nicht alle Margarinen sind gleich: Produkte auf Raps- oder Leinsamenölbasis gelten als nährstoffreicher als solche mit Palm- oder Kokosfett.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, den Anteil gesättigter Fettsäuren an der täglichen Kalorienzufuhr unter zehn Prozent zu halten. Dies deckt sich mit einer Harvard-Studie von 2025, die ergab, dass der Ersatz von Butter durch pflanzliche Öle das Sterberisiko bei starkem Verzehr um 16 Prozent senken könnte. Die Forschung untermauerte damit frühere Leitlinien, die ungesättigte Öle wie Raps- oder Olivenöl bevorzugen.

Sowohl Butter als auch Margarine sind kalorienreich – daher ist Mäßigung entscheidend. Für Menschen mit Herzerkrankungen oder Fettstoffwechselstörungen könnte eine hochwertige pflanzliche Margarine Vorteile bieten. Die allgemeine Ernährungsempfehlung bleibt dennoch: Ungesättigte Fettsäuren sollten gesättigten vorgezogen werden, ohne die grundlegenden Essgewohnheiten radikal umzustellen.