Bundeswehr setzt auf Kampfdrohnen: Abstimmung über Milliardenprojekt für Litauen
Tim SimonAusschuss für Haushalt genehmigt bewaffnete Drohnen für die Bundeswehr - Bundeswehr setzt auf Kampfdrohnen: Abstimmung über Milliardenprojekt für Litauen
Bundeswehr-Haushaltsausschuss stimmt über Kampfdrohnen für die Bundeswehr ab
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags wird an diesem Mittwoch über den Kauf von Kampfdrohnen für die Bundeswehr abstimmen. Das Vorhaben soll die Bundeswehr-Brigade in Litauen stärken und die Abschreckung entlang der östlichen NATO-Flanke verbessern.
Zwei in Berlin ansässige Unternehmen, Stark Defence und Helsing, haben den Zuschlag für das Projekt erhalten. Die Drohnen, darunter auch sogenannte Loitering Munitions (Schwarmmunition), sollen bis 2027 ausgeliefert werden.
Ursprünglich stand der Beschaffungsplan in der Kritik von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Bedenken gab es vor allem wegen der Beteiligung des Investors Peter Thiel, der bei Stark Defence engagiert ist. Nach Klärung der Einwände unterstützt die SPD-Fraktion das Vorhaben nun jedoch.
Auch die unionsgeführte CDU/CSU-Bundestagsfraktion steht hinter dem Plan, sodass eine Zustimmung als sehr wahrscheinlich gilt. Die Bundeswehr wird zwei Drohnenmodelle beschaffen: die HX-2 des Münchner Unternehmens Helsing sowie die Virtus von Stark Defence. Beide Systeme zählen zu den Loitering Munitions, die umgangssprachlich auch als Kamikaze-Drohnen bezeichnet werden.
Die Drohnen sollen die in Litauen stationierte Bundeswehr-Brigade verstärken. Ihre Stationierung bis 2027 dient der Verbesserung der NATO-Abwehrhaltung gegen mögliche Bedrohungen aus Russland.
Mit breiter parteiübergreifender Unterstützung scheint die Drohnenbeschaffung auf einem guten Weg. Die Bundeswehr erhält damit moderne unbemannte Systeme, die die schnelle Einsatzfähigkeit in Litauen erhöhen sollen.
Die Entscheidung unterstreicht die fortlaufenden Bemühungen Deutschlands, die militärische Unterstützung für die östliche NATO-Flanke zu modernisieren.






