01 May 2026, 02:16

Bundestag streitet über 4,2-Prozent-Gehaltserhöhung für Abgeordnete

Großes modernes Regierungsgebäude mit zahlreichen Fenstern, umgeben von Straßeninfrastruktur und Fußgängern, als Bundestag in Berlin, Deutschland identifiziert.

Bundestag streitet über 4,2-Prozent-Gehaltserhöhung für Abgeordnete

Geplante Gehaltserhöhung von 4,2 Prozent für Abgeordnete löst Debatte im Bundestag aus

Die vorgesehene Anhebung der Bezüge um 4,2 Prozent, durch die die monatlichen Gehälter der Bundestagsabgeordneten von 11.833,47 Euro auf 12.330,48 Euro steigen sollten, stößt auf Widerstand – sowohl bei der SPD als auch in Teilen der CDU/CSU. Angesichts der Belastungen der Bürger durch steigende Lebenshaltungskosten und Spritpreise mehren sich die Stimmen, die eine Aussetzung der Erhöhung fordern.

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Die SPD hat offiziell vorgeschlagen, in diesem Jahr auf die Gehaltsanpassung zu verzichten. Damit reagiert die Partei auf frühere Kritik des CDU-Abgeordneten Wilhelm Gebhard, der argumentiert hatte, Politiker sollten angesichts der finanziellen Not vieler Haushalte auf die Erhöhung verzichten.

Innerhalb der CDU/CSU gibt es laut Insidern Bestrebungen, die Angelegenheit zunächst im stillen Einvernehmen mit der SPD zu klären, bevor eine gemeinsame Stellungnahme erfolgt. Die Fraktion wird nun in internen Beratungen erörtern, ob der automatische Anpassungsmechanismus für die Abgeordnetenbezüge ausgesetzt werden soll.

Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU, betonte, dass die Gehaltsentwicklung nicht politisch beschlossen werde, sondern einem automatisierten Verfahren folge. Statt die Erhöhung komplett zu streichen, wären Alternativen denkbar gewesen – etwa höhere Pensionsbeiträge der Abgeordneten oder Kürzungen bei den Aufwandsentschädigungen.

Ob die geplante Gehaltserhöhung, die in diesem Jahr in Kraft treten sollte, tatsächlich umgesetzt wird, bleibt nun ungewiss. Sowohl der SPD-Vorschlag als auch die internen Diskussionen der Union deuten auf einen Kurswechsel als Reaktion auf die öffentliche Kritik hin. Die endgültige Entscheidung hängt davon ab, ob sich die Fraktionen darauf verständigen, den automatischen Anpassungsmechanismus außer Kraft zu setzen.

Quelle