27 April 2026, 08:14

Bundestag stoppt Millionen-Deal für Diesel-Tankcontainer der Bundeswehr

Deutsches Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das bewaffnete Soldaten in Helmen mit dem Text "Wiener Kommerzialbank" unten zeigt.

Bundestag stoppt Millionen-Deal für Diesel-Tankcontainer der Bundeswehr

Deutsche Abgeordnete haben die Pläne des Verteidigungsministeriums zum Kauf von Dieselkraftstoff-Tankcontainern vorerst gestoppt, nachdem die Kosten stark angestiegen sind. Das Vorhaben, das die Versorgung der Litauen-Brigade und die allgemeine Truppenlogistik verbessern soll, stand wegen der explodierenden Preise in der Kritik. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Haushaltsausschuss des Bundestags.

Das Ministerium hatte den Kauf von 902 Containern für rund 262,67 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer vorgeschlagen. Damit würde der Stückpreis bei etwa 291.000 Euro liegen – mehr als das Doppelte der 142.000 Euro, die 2021 für 153 ähnliche Behälter gezahlt wurden. Damals hatte das Militär insgesamt 21,8 Millionen Euro ausgegeben.

Ein Mitglied des Haushaltsausschusses bezeichnete die Preiserhöhung als "skandalös". Der haushaltspolitische Sprecher der CDU, Andreas Mattfeldt, warnte vor einer "Rüstungsbeschaffungsinflation" und forderte mehr Wettbewerb, um die Kosten zu kontrollieren. Gleichzeitig betonte er, dass die Ausgaben 2026 gedrosselt werden müssten, um Mittel für 2029 freizuhalten.

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Die Container, deren Lieferung bis 2029 vorgesehen ist, sind Teil eines größeren Rahmenvertrags. Dieser könnte sich auf bis zu 4.200 Einheiten erstrecken, mit einem maximalen Vertragsvolumen von rund 902 Millionen Euro. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums lehnte es ab, vor der endgültigen Zustimmung des Bundestags Details zu nennen.

Das Projekt bleibt vorerst ausgesetzt, während die Abgeordneten die finanziellen Auswirkungen prüfen. Bei einer Genehmigung würden die Container die Logistik für die Litauen-Brigade und andere Verbände stärken. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob das Ministerium mit dem erweiterten Beschaffungsplan fortfährt.

Quelle