Bundesregierung plant umstrittenes Rentensystem mit Milliarden-Zugriff für heimische Projekte
Tim SimonBundesregierung plant umstrittenes Rentensystem mit Milliarden-Zugriff für heimische Projekte
Die deutsche Bundesregierung plant ein neues, staatlich gefördertes Rentensystem, um erhebliche Mittel zu mobilisieren. Demzufolge sollen die monatlichen Rentenbeiträge um zwei Prozentpunkte steigen und so jährlich mindestens 30 Milliarden Euro einbringen. Der Vorschlag hat eine Debatte darüber ausgelöst, wofür die Gelder verwendet werden sollen.
Laut dem Plan könnte die Bundesregierung über das Rentensystem indirekt Zugang zu Hunderten von Milliarden erhalten. Bundeskanzler Friedrich Merz deutete an, dass die Mittel dem Wachstumsfinanzierung in Deutschland dienen und vorrangig in heimische Projekte fließen sollen. Zudem schlug er Investitionen in den deutschen Kapitalmarkt sowie in Unternehmensbeteiligungen im Inland vor.
Das System würde es dem Staat ermöglichen, indirekt Sektoren wie die Verteidigung oder die Monetarisierung der Deutschen Bahn zu finanzieren. SPD-Minister könnten die Gelder auch für Infrastrukturvorhaben oder die Förderung von Start-ups einsetzen.
Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki lehnte den Plan scharf ab. Die Verwendung von Rentenbeiträgen für Industriepolitik nannte er „reinen Wahnsinn“ und forderte stattdessen, das Kapital sicher in globalen Märkten anzulegen.
Das neue Rentensystem würde jährlich beträchtliche Summen generieren und könnte große Kapitalströme in politisch bevorzugte Projekte innerhalb Deutschlands lenken. Kritiker warnen jedoch davor, die Rentenmittel von traditionellen Anlagestrategien abzuziehen.
