Bundesregierung führt Zuckerabgabe 2025 ein – trotz früherer CDU-Ablehnung
Clara FrankeBundesregierung führt Zuckerabgabe 2025 ein – trotz früherer CDU-Ablehnung
Die deutsche Bundesregierung plant die Einführung einer Zuckerabgabe ab kommendem Jahr als Teil umfassender Steuererhöhungen. Mit der Maßnahme sollen das Haushaltsdefizit verringert und die Belastung der Krankenkassen gemildert werden. Ein Ausschuss hat eine gestaffelte Steuer auf zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonaden vorgeschlagen.
Die regierende Koalition aus SPD und CDU einigte sich auf die Abgabe, obwohl es zuvor Widerstand gegeben hatte. Die CDU hatte eine Zuckersteuer noch auf ihrem Parteitag im Februar abgelehnt. Nun ist die Abgabe eine von 66 Empfehlungen zur Stärkung der öffentlichen Finanzen.
Großbritannien erhebt bereits eine ähnliche Steuer, die im vergangenen Jahr 377 Millionen Euro einbrachte. Das deutsche Modell wird sich an dem britischen Vorbild orientieren und stark zuckerhaltige Getränke besteuern. Daneben sind eine Plastiksteuer, höhere Tabak- und Alkoholabgaben sowie Kürzungen bei staatlichen Subventionen geplant.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil erwartet durch diese Maßnahmen Einsparungen von 20 Milliarden Euro. Die Finanzierungslücke für 2027 gilt als geschlossen, für 2028 bleibt jedoch noch eine Deckungslücke. Der Gesamtfehlbetrag konnte bereits auf unter 30 Milliarden Euro reduziert werden – weniger als die Hälfte des ursprünglichen Betrags.
Die Zuckerabgabe ist Teil eines größeren Vorhabens, den Haushalt auszugleichen. Falls beschlossen, wird sie 2025 zusammen mit weiteren Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft treten. Die Regierung hofft, dass die kombinierten Maßnahmen die öffentlichen Finanzen in den kommenden Jahren stabilisieren werden.






