29 June 2026, 18:26

Bundespolizei droht 2023 der Blackout bei Körperkameras – und das hat Folgen

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Bundespolizei droht 2023 der Blackout bei Körperkameras – und das hat Folgen

Bundespolizei droht 2023 der Ausfall von Körperkameras

Die deutsche Bundespolizei könnte im kommenden Jahr ohne funktionierende Körperkameras dastehen. Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung einzustellen – damit verlieren Beamte ein unverzichtbares Arbeitsmittel. Polizeigewerkschaften schlagen Alarm und warnen vor einer drohenden Versorgungslücke.

Für die Anschaffung von 2.500 neuen Körperkameras hat die Bundespolizei zwar fünf Millionen Euro bereitgestellt, mit einer Option auf weitere 1.500 Geräte. Doch das Beschaffungsverfahren stockt. Zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus machten die Ausschreibung für Lieferanten weniger attraktiv.

Nun verhandeln die Behörden mit dem bisherigen Hersteller über eine Verlängerung der Unterstützung – was jedoch Millionenkosten nach sich ziehen würde. Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, warnt, dass Beamte ab 2023 ohne einsatzfähige Geräte auskommen müssten.

Körperkameras sind ein zentrales Instrument, um Konflikte zu entschärfen und Beweismaterial in aggressiven oder strafrechtlich relevanten Situationen zu dokumentieren. Einige Modelle lassen sich zudem nahtlos mit den Einsatztasern der Beamten koppeln, was ihre Effektivität weiter erhöht.

Das Bundesinnenministerium steht unter Druck, das Problem zügig zu lösen. Ohne eine rasche Lösung könnten Polizisten ab dem nächsten Jahr auf essenzielle Ausrüstung verzichten müssen. Die Gewerkschaft pocht auf schnelles Handeln, um Betriebsstörungen im Polizeidienst zu vermeiden.

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