08 April 2026, 00:18

Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL kämpfen gegen prekäre Arbeitsverhältnisse und fehlende Sicherheit

Gruppe von Menschen in Anzügen auf einer Bühne mit dem Text "Stärkere Allianzen und Partnerschaften, um für das amerikanische Volk zu liefern" oben und unten.

Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL kämpfen gegen prekäre Arbeitsverhältnisse und fehlende Sicherheit

Beschäftigte des Berliner Unternehmens 36 Stage XL, das Bühnen für große Acts wie Metallica und Lady Gaga baut, protestieren gegen prekäre Arbeitsbedingungen. Die Mitarbeiter:innen berichten von instabilen Verträgen, unbezahltem Krankengeld und unsicheren Arbeitsumfeldern – und haben nun rechtliche Schritte sowie Gewerkschaftsinitiativen eingeleitet.

Vojta C. begann seine Tätigkeit bei 36 Stage XL als Bühnenarbeiter im Rahmen eines Minijobs. Nach einer Krankheit und ausgefallenen Schichten erhielt er kaum noch Arbeitsaufträge. Eine Entschädigung für die entgangenen Einsätze blieb aus. Auch German Garcia arbeitete auf Basis eines befristeten Vertrags – ohne garantierte Stunden oder Mindesteinsätze.

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Das Unternehmen organisiert Großveranstaltungen in Locations wie der Uber Arena, der Waldbühne oder dem Olympiastadion. Trotz der körperlich anspruchsvollen Arbeit – schweres Equipment heben und große Bühnen konstruieren – erhalten die Beschäftigten weder Sicherheitsschulungen noch angemessene Schutzausrüstung.

Als Reaktion gründeten die Arbeiter:innen eine betriebliche Gruppe in Verbindung mit der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU. Sie starteten die Kampagne Stage Workers United, die über Arbeitsrechte, Arbeitssicherheit und den Umgang mit Belästigung aufklärt. Zudem ließ die FAU eine rechtliche Prüfung der Vertragspraxis von 36 Stage XL durchführen, um deren Legalität zu hinterfragen.

Die Veranstaltungsbranche ist für ihre unsicheren Arbeitsbedingungen bekannt: Festanstellungen sind selten, die körperliche Belastung hoch, und Sicherheitsstandards werden oft nicht eingehalten. Die Beschäftigten von 36 Stage XL fordern nun besseren Schutz und faire Behandlung. Das Rechtsgutachten und die Gewerkschaftsarbeit zielen darauf ab, die Personalpolitik des Unternehmens zu ändern. Ohne Verbesserungen drohen Bühnenarbeiter:innen weiterhin unbezahltes Krankengeld, unvorhersehbare Schichteinsätze und gefährliche Arbeitsbedingungen. Die Kampagne will das Unternehmen in die Pflicht nehmen und gleichzeitig das Bewusstsein für Arbeitsrechte in der Veranstaltungsbranche schärfen.

Quelle