Bremen setzt auf Verkehrssicherheit: Hunderte Verstöße bei Rad- und Motorradfahrern entdeckt
Tim SimonBremen setzt auf Verkehrssicherheit: Hunderte Verstöße bei Rad- und Motorradfahrern entdeckt
Bremer Polizei kontrollierte gezielt Zweiradfahrer im Rahmen der Kampagne "Sicher.Mobil.Leben"
Letzte Woche führte die Bremer Polizei im Rahmen der Aktion "Sicher.Mobil.Leben" gezielte Verkehrskontrollen bei Zweiradfahrern durch. Im Mittelpunkt stand dabei die Verbesserung der Verkehrssicherheit – nicht die Ahndung von Verstößen. Bei den Überprüfungen wurden jedoch Hunderte von Regelverstößen bei Radfahrern und Motorradfahrern festgestellt.
Insgesamt kontrollierten die Beamten rund 435 Fahrräder und Motorräder in der Stadt. Dabei wurden fast 315 Verstöße dokumentiert: Radfahrer missachteten häufig rote Ampeln, fuhren in falscher Richtung oder nutzten Gehwege. Auch Motorradfahrer wurden erwischt, während sie ihr Handy während der Fahrt benutzten.
An der Auffahrt in Hemelingen, wo Tempo 70 gilt, überschritten 35 Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Bei Lärmmessungen stellte sich heraus, dass zwei Motorräder manipulierte Auspuffanlagen hatten – daraufhin wurden die Betriebserlaubnisse entzogen. Besonders häufig wurden Rotlichtverstöße an vier neuralgischen Kreuzungen registriert: Tiefer/Altenwall, Osterdeich/Mozartstraße, Herdentorsteinweg in Richtung Breitenweg sowie Osterdeich/Verdener Straße.
Innensenator Dr. Högl betonte, dass es der Kampagne vor allem um mehr Sicherheit im Bremer Alltagsverkehr gehe. Der Fokus liege darauf, gefährliches Verhalten zu verhindern – nicht darauf, kleine Fehler zu bestrafen.
Die Aktion zeigte, wie verbreitet Verkehrsverstöße unter Zweiradfahrern sind. Die Polizei registrierte Probleme von Raserei und illegalen Umbauten bis hin zu grundlegenden Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung. Die Behörden bekräftigten ihr Ziel, die Risiken für alle Verkehrsteilnehmer in der Stadt weiter zu verringern.






