25 April 2026, 20:14

Bosch-Chef Hartung verteidigt deutsche Arbeitsmoral und fordert Reformen

Ein detaillierter alter Stadtplan von Hohensberg, Deutschland, in einem aufgeschlagenen Buch dargestellt, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Bosch-Chef Hartung verteidigt deutsche Arbeitsmoral und fordert Reformen

Bosch-Chef Stefan Hartung wehrt sich gegen Vorwürfe, Deutsche hätten eine schwache Arbeitsmoral

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In einer aktuellen Stellungnahme verteidigte Bosch-CEO Stefan Hartung die Leistungsbereitschaft der deutschen Belegschaften und forderte gleichzeitig bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, um Investitionen und Produktivität zu stärken. Dabei ging er auch auf Steuerlasten, Infrastrukturdefizite und die Reformpläne der Regierung ein.

Hartung wies Kritik zurück, wonach die Menschen in Deutschland zu wenig arbeiten würden. Vielmehr betonte er, dass faire Entlohnung von vornherein zu mehr Einsatz motiviere, und erklärte: "Ich sehe keinen Anlass, die Menschen in unserem Land zu kritisieren." Gleichzeitig räumte er die hohe Steuerbelastung ein und plädierte für Anreize über alle Einkommensgruppen hinweg, um zusätzliche Leistungen zu fördern – selbst "eine zusätzliche Stunde pro Woche" nannte er als realistisches Ziel.

Der Konzernchef drängte zudem auf strukturelle Verbesserungen: Er forderte moderne Infrastruktur, weniger Bürokratie und ein stärkeres Bildungssystem als Standortfaktoren. Zwar begrüßte er die unternehmerische Erfahrung von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche als "erfrischend", zeigte sich aber skeptisch gegenüber dem von der Regierung angekündigten "Reformfrühling". Hartung bezeichnete die Pläne als zu simplifiziert und warnte, dass echte Veränderungen kontinuierliche und präzise Anpassungen erforderten.

Zu den übergeordneten wirtschaftspolitischen Herausforderungen mahnte er eine nüchterne Bestandsaufnahme der deutschen Investitionsschwäche an. Ohne nachhaltige Verbesserungen der Rahmenbedingungen, so seine Argumentation, werde das Land seine aktuelle Stagnation kaum überwinden können.

Hartungs Äußerungen spiegeln sowohl Vertrauen in die deutsche Arbeitskultur als auch Frustration über wirtschaftliche Hindernisse wider. Seine Forderungen nach Steuerentlastungen, besserer Infrastruktur und pragmatischen Reformen decken sich mit den Sorgen weiter Teile der Wirtschaft. Die Regierung steht nun unter Druck, ihre Reformversprechen in konkrete und wirksame Maßnahmen umzusetzen.

Quelle