Blue Shield zahlt 300.000 Dollar Strafe für verweigerte Neugeborenen-Leistungen
Lukas BraunBlue Shield zahlt 300.000 Dollar Strafe für verweigerte Neugeborenen-Leistungen
Kalifornische Aufsichtsbehörden haben gegen die Krankenkasse Blue Shield of California ein Bußgeld in Höhe von 300.000 US-Dollar verhängt, weil sie zu Unrecht die Kostenübernahme für Neugeborenenversorgung verweigert hatte. Die Strafe folgt auf mehrere Fälle, in denen der Versicherer essenzielle Leistungen für Neugeborene nicht erstattete. Staatsvertreter betonten, dass solche Ablehnungen für frischgebackene Eltern in einer ohnehin schon belastenden Phase unnötigen Stress bedeuten.
Das Department of Managed Health Care (DMHC) stellte fest, dass Blue Shield of California in zwei getrennten Fällen Zahlungen verweigerte. In einem Fall lehnte der Versicherer 2022 die Kostenübernahme für ein Neugeborenes ab – mit der Begründung, der Versicherungsschutz habe noch nicht begonnen. In einem anderen Fall wurden 2021 Ansprüche für ein im November geborenes Baby wegen einer falschen Zuordnung zur Ärztegruppe abgelehnt.
Nach kalifornischem Recht müssen Krankenversicherungen die Versorgung von Neugeborenen im Rahmen der elterlichen Police als so genanntes „qualifizierendes Lebensereignis“ abdecken. Eltern haben zudem eine Frist, um ihr Neugeborenes nachzumelden. Zudem sind Versicherer verpflichtet, Beschwerden oder Widersprüche von Mitgliedern innerhalb von 30 Tagen zu bearbeiten. Blue Shield kam dieser Pflicht nicht nach und zog die Streitigkeiten über die Ablehnungen unnötig in die Länge.
Das DMHC erklärte, dass junge Eltern nicht zusätzlich unter der Weigerung einer Krankenkasse leiden sollten, für vertraglich zugesicherte Leistungen zu zahlen. Blue Shield akzeptierte die Entscheidung und hat seitdem Korrekturmaßnahmen ergriffen, um die aufgedeckten Mängel zu beheben.
Die Strafe von 300.000 US-Dollar unterstreicht die Schwere der Verstöße. Blue Shield of California hat sich inzwischen verpflichtet, seine Abläufe zu verbessern. Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, dass Versicherer staatliche Vorschriften einhalten, um schutzbedürftige Patientinnen und Patienten zu schützen.






