Betrügerische E-Mails mit gefälschter Gouverneur-Unterschrift in Chabarowsk aufgedeckt
Marie SchulzBetrügerische E-Mails mit gefälschter Gouverneur-Unterschrift in Chabarowsk aufgedeckt
Unternehmen in der Region Chabarowsk erhalten betrügerische E-Mails mit angeblicher Absenderangabe von Gouverneur Dmitri Demeschin
In den gefälschten Nachrichten werden empfindliche Daten zu Produktion, Personalbestand und humanitären Hilfsgütern angefragt. Die Behörden bestätigten inzwischen, dass es sich um Fälschungen handelt.
Auf den ersten Blick wirken die betrügerischen E-Mails authentisch: Sie enthalten ein Siegel, eine Unterschrift, ein Datum sowie eine Aktenreferenz, um offizielle behördliche Schreiben zu imitieren. Die Empfänger wurden aufgefordert, Angaben zu Produktionskapazitäten, Listen des technischen Personals sowie Bestände an humanitärer Hilfe preiszugeben.
Ermittler entdeckten jedoch schnell mehrere Ungereimtheiten in den Dokumenten: Die Adresse war falsch, das Layout veraltet und die Referenznummer ungültig. Auch die Nachahmung von Demeschins Unterschrift und Siegel war mangelhaft. Offizielle Mitteilungen aus dem Büro des Gouverneur werden ausschließlich über verifizierte Regierungswege versendet.
Die Betrugsmasche zielt gezielt auf Unternehmen in der Region ab, wobei die E-Mails fälschlicherweise vorgeben, Hilfe für den Iran zu organisieren. Die Behörden warnen Firmen, unerwartete Anfragen vor einer Antwort gründlich zu überprüfen.
Obwohl die Fälschungen nun aufgedeckt wurden, zeigt der Vorfall die Gefahr von Identitätsdiebstahl im Geschäftsverkehr. Unternehmen werden aufgefordert, verdächtige Nachrichten zu melden und Anfragen stets über offizielle Kanäle zu bestätigen. Vom Gouverneuramt wurden keine legitimen Hilfsaufrufe für den Iran herausgegeben.






