05 June 2026, 18:07

Betrüger fordern falsche Bußgelder für Balkon-Solaranlagen – Behörden warnen dringend

Strafzahlung für Balkon-Kraftwerk? Bundesnetzagentur warnt vor Betrug

Betrüger fordern falsche Bußgelder für Balkon-Solaranlagen – Behörden warnen dringend

Besitzer kleiner Balkon-Solaranlagen in Deutschland erhalten betrügerische Schreiben. In den gefälschten Briefen werden Bußgelder für angeblich nicht angemeldete Anlagen gefordert – und damit die Unsicherheit vieler Verbraucher über gesetzliche Pflichten ausgenutzt. Nun warnen Behörden vor den Betrugsmaschen.

Die Bundesnetzagentur hat vor Briefen gewarnt, die fälschlicherweise in ihrem Namen verschickt werden. Die täuschenden Schreiben werfen Empfängern vor, ihre Photovoltaik-(PV)-Kleinanlagen nicht im Marktstammdatenregister registriert zu haben. Anschließend wird eine Zahlung von 41,60 Euro innerhalb von 14 Tagen verlangt – bei Ignorieren drohe eine Strafe von 208 Euro.

Die Betrüger nutzen dabei echte Vorschriften für Balkon-Solarmodule aus. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) müssen Betreiber ihre Anlagen innerhalb eines Monats nach Installation anmelden. Zudem sind jährliche Zählerstandsmeldungen nötig, um die Einspeisevergütung zu erhalten. Bei Verstößen können tatsächlich Bußgelder fällig werden – doch die gefälschten Briefe missbrauchen diese Regel, um Menschen zu täuschen.

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Die Behörde weist auf mehrere Ungereimtheiten in den betrügerischen Schreiben hin: falsche Absenderadressen, unrichtige Telefonnummern und erfundene E-Mail-Angaben. Empfänger werden aufgefordert, die Zahlungsforderungen zu ignorieren und den Vorfall bei der Polizei anzuzeigen.

Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der Betrüger gezielt die Verunsicherung rund um Solaranlagen-Vorschriften ausnutzen. Betroffene sollten verdächtige Schreiben direkt bei der Bundesnetzagentur überprüfen. Durch Meldungen an die Strafverfolgungsbehörden können weitere Betrugsversuche verhindert werden.

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