Berliner ICC: Vom Prestigeprojekt zur verfallenen Ruine – was nun?
Das Internationale Kongresszentrum (ICC) in Berlin steht seit 2014 leer und verfällt. Ursprünglich sollte die Sanierung des Gebäudes 200 Millionen Euro kosten, doch die geschätzten Ausgaben sind inzwischen auf über 400 Millionen Euro gestiegen. Berlin plante, das verlassene ICC in eine kulturelle Ikone zu verwandeln. Im Januar 2023 kündigte die damalige Bürgermeisterin Franziska Giffey an, das Gebäude in ein modernes Centre Pompidou für die Hauptstadt umzugestalten. Potenzielle Mieter für das sanierte ICC sind die Berliner Philharmoniker, die Zentral- und Landesbibliothek sowie die Technische Universität.
Entwickler wurden aufgefordert, Konzepte für die Sanierung einzureichen und präsentierten ihre Ergebnisse am Mittwoch. Im Rahmen der Neugestaltung sind zudem zwei Hochhaushotels mit Investitionskosten von je 150 bis 200 Millionen Euro geplant. Einige Projektentwickler fordern jedoch zusätzliche staatliche Zuschüsse, um die Finanzierung der Sanierung zu sichern.
Kritiker, darunter die Berliner Grünen, werfen dem Senat vor, die Angelegenheit verschleppt zu haben. Zudem zweifeln sie an der Umsetzbarkeit des ehrgeizigen Plans. Ohne Erfolg bei der Finanzierung und dem politischen Rückhalt droht das ICC als verfallene Ruine zu enden. Die Zukunft des einstigen Prestigeprojekts bleibt damit weiter ungewiss.
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