06 May 2026, 06:19

Berliner Ensemble startet mit 16 Neuinszenierungen in eine ambitionierte Spielzeit

Außenansicht des Lincoln Theaters in Berlin, Deutschland, mit Glasfenstern und -türen sowie einer Tafel mit Text und einer belebten Stadtlandschaft im Inneren.

Berliner Ensemble startet mit 16 Neuinszenierungen in eine ambitionierte Spielzeit

Das Berliner Ensemble präsentiert sein Programm für die kommende Spielzeit – mit 16 Neuinszenierungen und deutlich mehr Aktivität

Die vergangene Saison verzeichnete einen deutlichen Anstieg sowohl bei den Zuschauerzahlen als auch bei den Aufführungen: Fast 230.000 Besucher und 75 zusätzliche Vorstellungen im Vergleich zum Vorjahr unterstreichen den Aufwärtstrend. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, hat das Theater zudem Änderungen am Spielplan und im Probenbetrieb vorgenommen.

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Den Auftakt der neuen Spielzeit bildet eine Inszenierung von Peter Handkes Gestern Schnee, Morgen Schnee. Zu den Highlights zählt Ulrich Rasches Bühnenfassung von Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder – ein Schlüsselwerk in der Geschichte des Ensembles. Frank Castorf bringt mit Klaus Manns Mephisto eine Romanadaption für das Theaterpublikum auf die Bühne.

Fritzi Wartenbergs Stück Sorry, No Photo for You wirft einen kritischen Blick auf die Welt der Model-Castingshows und bietet eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit Medien- und Bildkultur. Um sein Publikum zu erweitern, führt das Theater nun auch Sonntagnachmittagsvorstellungen ein, darunter eine Diskussionsreihe mit dem Politiker Robert Habeck.

Als Reaktion auf Haushaltsengpässe hat das Ensemble die Zahl seiner Aufführungen erhöht. Zudem sind die Schlussproben nun als öffentliche Generalproben und Previews zugänglich, sodass das Publikum früher Zugang zu neuen Produktionen erhält.

Die kommende Spielzeit des Berliner Ensembles steht für künstlerischen Anspruch und pragmatische Anpassungen. Mit mehr Vorstellungen, einem überarbeiteten Spielplan und einem vielfältigen Programm will das Theater an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Die Veränderungen spiegeln den Spagat zwischen finanziellen Zwängen und dem Wunsch wider, das Publikum noch stärker einzubinden.

Quelle