Berliner Bündnis startet Proteste gegen rechtsextreme Plattform Nius in Kreuzberg
Lukas BraunBerliner Bündnis startet Proteste gegen rechtsextreme Plattform Nius in Kreuzberg
In Berlin hat sich ein neues Protestbündnis formiert, um gegen Nius vorzugehen – eine rechtsextreme Medienplattform, der vorgeworfen wird, Propaganda zu verbreiten. Rund 250 Menschen versammelten sich in der Nähe des Dragonerareal-Geländes in Kreuzberg, um die Initiative zu starten, die den Einfluss des Mediums zurückdrängen will. Kritiker bezeichnen Nius als Verbreiter rassistischer Klischees, als Hetzer gegen Geflüchtete sowie als Plattform für Diffamierungskampagnen gegen Klimaaktivist:innen und NGOs.
Die unter dem Motto "Nein zu Nius" stehende Veranstaltung fand trotz massiver Gegenwehr der Plattform selbst statt. Nius hatte die Initiative im Vorfeld als "linksradikal" und "steuerfinanziert" diskreditieren wollen. Redner:innen bei der Kundgebung nannten Nius einen "digitalen Pranger" und ein "Schmutzblatt", das sich gegen die demokratische Zivilgesellschaft richte.
Die Teilnehmenden diskutierten Strategien gegen rechtsextreme Medien, darunter Widerstand, Solidarität und Mobilisierung. Das Bündnis plant weitere Aktionen, darunter eine Demonstration vor den Nius-Büros in der Ritterstraße in Kreuzberg.
Obwohl Nius finanziell vom Multimillionär Frank Gotthardt unterstützt wird – einer Persönlichkeit mit engen Verbindungen zur CDU-Führung –, kämpft die Plattform um Reichweite. Sie zählt nicht zu den 100 meistbesuchten Online-Medien Deutschlands und verbuchte 2023 einen Verlust von 13 Millionen Euro.
Die Veranstaltung in Kreuzberg markiert den Beginn des organisierten Widerstands gegen Nius. Die Protestierenden wollen den Druck auf die Plattform durch öffentliche Kundgebungen und Aufklärungskampagnen aufrechterhalten. Unterdessen bleibt Nius mit finanziellen Problemen und geringer öffentlicher Resonanz konfrontiert.






