02 March 2026, 23:51

Berlinale-Skandal: Regisseur attackiert Deutsche Bahn wegen Gaza-Konflikt

Eine Gruppe von Menschen mit palästinensischen Flaggen vor einer Menge, im Hintergrund sind Gebäude, Bäume, Pfosten, Verkehrszeichen, Schilder und eine Wand zu sehen, die gegen die israelische Besetzung Palästinas protestieren.

Berlinale: Regisseur nutzt Rede, um Statement zu Gaza zu machen - Berlinale-Skandal: Regisseur attackiert Deutsche Bahn wegen Gaza-Konflikt

Bei der diesjährigen Berlinale nutzte Regisseur Abdallah Alkhatib die Verleihung seines Preises für eine eindringliche politische Stellungnahme. Sein Film Chroniken der Belagerung brachte ihm zwar Anerkennung ein, doch seine Rede sorgte für noch größere Aufmerksamkeit. Das Publikum reagierte mit Applaus, aber auch mit Zwischenrufen, als er den Konflikt in Gaza ansprach.

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Alkhatib betrat die Bühne mit einer palästinensischen Flagge in der Hand. Nach einem kurzen Dank an seine Unterstützer ging er schnell zur Kritik über und warf der deutschen Bahn vor, sich am "Völkermord im Gazastreifen" mitschuldig zu machen. Seine Worte lösten gemischte Reaktionen aus: Einige klatschten Beifall, andere äußerten Widerspruch.

Der Filmemacher erklärte weiter, die Geschichte werde diejenigen richten, die sich jetzt für oder gegen Palästina stellten. Er beendete seine Rede mit dem Aufruf zu einem freien Palästina und wiederholte: "Jetzt und für immer." Bevor er die Bühne verließ, äußerte er zudem die Hoffnung auf ein künftiges Filmfestival in Gaza – einen Ort der Schönheit und des Widerstands.

Alkhatib war nicht der Einzige, der den Konflikt thematisierte. Auch die libanesische Regisseurin Marie-Rose Osta, die den Goldenen Bären für den besten Kurzfilm erhielt, kritisierte in ihrer Dankesrede Israels Vorgehen. Moderatorin Désirée Nosbusch hingegen verwies allgemein auf das Leid durch Krieg und Terrorismus, ohne direkt auf die politischen Äußerungen einzugehen.

In den verfügbaren Quellen findet sich keine offizielle Stellungnahme der deutschen Regierung zu Alkhatibs Vorwürfen.

Die Berlinale-Verleihung wurde so zur Bühne politischer Stimmen, wobei Alkhatibs Rede durch ihre direkten Anschuldigungen und emotionale Wucht besonders auffiel. Seine Worte wie auch Oastas Kommentare spiegelten die anhaltende Debatte um den Gaza-Konflikt wider. Die Veranstaltung endete, ohne dass es weitere offizielle Reaktionen auf die Vorwürfe von der Bühne gab.