Berlin will Tour-de-France-Start 2029 – mit historischem Mauerfall-Jubiläum
Marie SchulzBerlin will Tour-de-France-Start 2029 – mit historischem Mauerfall-Jubiläum
Deutschland drängt darauf, den Grand Départ der Tour de France bereits 2029 auszurichten – ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Die Veranstaltung würde an den 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer erinnern und dem Radsport-Spektakel damit eine historische Dimension verleihen. Nun warten die Organisatoren auf finanzielle Zusagen von öffentlicher Hand und privaten Geldgebern, um den Zuschlag zu sichern.
Die Pläne für den Start in Berlin sehen eine Prologstrecke vor, die an bedeutenden Wahrzeichen vorbeiführt. Die Fahrer würden in der Nähe des Brandenburger Tors starten, in Richtung Siegessäule rasen und am französischen Botschaftsgebäude das Ziel erreichen. Bei einer Genehmigung würde die Route anschließend durch Mitteldeutschland führen, wobei Sachsen-Anhalt bereits finanzielle Unterstützung zugesagt hat.
Die Kosten für die Ausrichtung bleiben jedoch hoch – vor allem wegen der von der Rennorganisatorin Amaury Sport Organisation (ASO) geforderten Lizenzgebühren. Der Berliner Senat hat signalisiert, den Förderantrag zu prüfen, während private Sponsoren voraussichtlich etwa ein Drittel der Ausgaben decken werden. Thomas Hofmann, Präsident des Sächsischen Radsportverbands, treibt die Bemühungen voran, diese Mittel zu sichern.
Andreas Prokop vom Verein Grand Départ Deutschland betont, dass sich die Investition lohnen würde. Studien zu früheren Tour-Starts zeigen, dass jeder ausgegebene Euro mehr als das Zehnfache an wirtschaftlichem Nutzen bringt. Ein Start in Berlin mit anschließenden Etappen durch Mitteldeutschland könnte laut Schätzungen des Vereins rund 150 Millionen Euro in die regionale Wirtschaft bringen.
Der Erfolg des Vorhabens hängt nun davon ab, die noch fehlenden Gelder – vor allem aus öffentlichen Quellen – zu beschaffen. Bei einer Bewilligung würde die Veranstaltung 2029 nicht nur wirtschaftliche Impulse setzen, sondern auch an einen prägenden Moment der deutschen Geschichte erinnern. Die Organisatoren warten nun auf die endgültigen Entscheidungen des Berliner Senats und potenzieller Sponsoren.






