01 April 2026, 00:14

Berlin reformiert Schulgesetz: Strengere Tests und digitale Akten für Schüler

Plakat mit animierten Figuren und Text, der besagt, dass die internationale Schülerzahl in den USA um 10% auf 974.926 stieg.

Berlin reformiert Schulgesetz: Strengere Tests und digitale Akten für Schüler

Berlins Bildungssystem steht vor tiefgreifenden Veränderungen, nachdem der Senat einen Entwurf zur Novellierung des Schulgesetzes verabschiedet hat. Die neuen Regelungen zielen darauf ab, die Unterrichtsqualität zu verbessern, die Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler systematischer zu erfassen und Schulschwänzen mit strengeren Maßnahmen entgegenzuwirken. Der Entwurf geht nun an das Abgeordnetenhaus, wo er beraten und endgültig beschlossen werden soll.

Im Mittelpunkt der Reform steht die "Zukunftsfähigkeit" der Schulen: Künftig sollen regelmäßige, standardisierte Tests eingeführt werden, um den schulischen Fortschritt zu überwachen. Diese Überprüfungen sollen frühzeitig Förderbedarf erkennen und die Wirksamkeit von Lehrmethoden bewerten. Zudem werden die Übergänge zwischen Grund- und weiterführenden Schulen durch klarere Kriterien geregelt.

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Die Neuregelungen umfassen auch digitale Schülrakten und den Einsatz künstlicher Intelligenz im Bildungsbereich. Ein weiterer Schwerpunkt der Reform ist der Umgang mit unentschuldigten Fehlzeiten: Bei häufigem Schwänzen können Schüler künftig verpflichtet werden, einen Amtsarzt aufzusuchen, um Kindeswohlgefährdung auszuschließen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kinder mit chronischen Erkrankungen.

Der Berliner Senat betont, dass es keine Belege dafür gebe, dass ähnliche Testverfahren in anderen Städten wie Wien oder Zürich zu besseren Schulleistungen geführt hätten. Bevor eine endgültige Abstimmung stattfindet, wird der Gesetzentwurf nun von den Abgeordneten geprüft.

Falls das Gesetz verabschiedet wird, warten auf Berlins Schulen häufigere Leistungsüberprüfungen, digitale Modernisierungen und schärfere Regeln gegen Schulschwänzen. Die Reformen sollen die Bildungsqualität stärken und sicherstellen, dass Schülerinnen und Schüler rechtzeitig Unterstützung erhalten. Der nächste Schritt hängt nun von der Entscheidung des Abgeordnetenhauses in den kommenden Monaten ab.

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