Berlin plant neues Stadtviertel Stadteingang West mit 5.000 Wohnungen bis 2034
Tim SimonBerlin plant neues Stadtviertel Stadteingang West mit 5.000 Wohnungen bis 2034
Berlin treibt die Pläne für ein großes neues Stadtviertel im äußersten Westen der Stadt voran. Unter dem Namen Stadteingang West soll das rund 45 Hektar große Gebiet zwischen den S-Bahn-Stationen Westkreuz und Grunewald entstehen. Das Projekt sieht Platz für bis zu 5.000 Bewohnerinnen und Bewohner in den nächsten zehn Jahren vor.
Herzstück der Entwicklung wird der ehemalige Güterbahnhof Grunewald sein. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge wurde mit der Federführung beim Bau beauftragt. Der Senat hat bereits einen Rahmenplan verabschiedet, der den Bau von mindestens 2.400 neuen Wohnungen vorsieht.
Das Vorhaben ist Teil umfassender Infrastrukturpläne, insbesondere des Neubaus des Autobahndreiecks Funkturm in Charlottenburg-Wilmersdorf. Durch diese Aufwertung wird die Erschließung des bisher abgelegenen Gebiets verbessert, was die Attraktivität des neuen Viertels steigert.
Sollte Berlin den Zuschlag für die Olympischen oder Paralympischen Spiele erhalten, könnte das Gelände zudem als Olympisches Dorf genutzt werden. Ein Teil der Wohnungen könnte zunächst Athleten beherbergen, bevor sie in langfristige Mietwohnungen umgewandelt werden. Diese mögliche Rolle im Rahmen der Spiele könnte die Entwicklung des Viertels beschleunigen.
Noch steckt die Vision in den Anfängen. Bau und Wachstum werden sich voraussichtlich schrittweise über die kommenden Jahre entfalten. Das Projekt Stadteingang West wird ein lange vernachlässigtes Gebiet in ein Wohnzentrum verwandeln. Mit verbesserten Verkehrsanbindungen und flexiblen Wohnkonzepten könnte das Viertel auch eine Rolle bei künftigen Olympiabewerbungen spielen. Die ersten Bauabschnitte stehen zwar noch in weiter Ferne, doch die Zustimmung des Senats markiert einen wichtigen Meilenstein.






