Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung und feierlicher Zeremonie
Clara FrankeBerlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung und feierlicher Zeremonie
Berlins Abgeordnetenhaus ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit feierlicher Zeremonie
Diese Woche wird Margot Friedländer, Überlebende des Holocaust, in einer besonderen Ehrung durch das Berliner Abgeordnetenhaus gewürdigt. Zudem erhält der Platz vor dem Parlamentsgebäude ihren Namen. Parallel dazu befassen sich die Abgeordneten mit den jüngsten Maifeierlichkeiten, bei denen trotz überwiegend friedlichem Verlauf Dutzende Festnahmen erfolgten.
Die Ehrung für Friedländer beginnt um 9:00 Uhr im Plenarsaal. Regierungsbürgermeister Kai Wegner wird im Rahmen der Veranstaltung eine Rede halten. Die anschließende Plenarsitzung startet ausnahmsweise später, um 11:00 Uhr, um Raum für die Feierlichkeiten zu schaffen. Nach den Ansprachen wird eine neue Namensplatte für den nun nach Friedländer benannten Platz enthüllt.
Am 1. Mai hatte Berlin große Kundgebungen und Feiern erlebt. Zwar verliefen die meisten Veranstaltungen friedlich, doch leitete die Polizei rund 120 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Straftaten ein – darunter Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und sexuelle Belästigung. Im Rahmen der Einsätze wurden mehrere Dutzend Personen vorläufig festgenommen.
In seiner nächsten Sitzung wird sich das Abgeordnetenhaus mit den Maifeierlichkeiten auseinandersetzen. Die Abgeordneten analysieren dabei das Vorgehen der Polizei sowie Vorfälle, die sich im Zusammenhang mit den Versammlungen ereignet haben.
Die Zeremonie für Friedländer stellt eine offizielle Anerkennung ihres Lebenswerks dar. Der nach ihr benannte Platz wird als dauerhafte Erinnerung an ihr Schicksal dienen. Gleichzeitig soll die Aufarbeitung der Maifeiern dazu beitragen, künftige Großveranstaltungen unter Wahrung der öffentlichen Sicherheit besser zu steuern.






