11 April 2026, 17:01

Belarussischer Historiker im Exil erhält renommierten Forschungspreis

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Belarussischer Historiker im Exil erhält renommierten Forschungspreis

Zum ersten Mal ist ein Vertreter des demokratischen Belarus mit einem renommierten Preis für historische Forschung ausgezeichnet worden. Die Ehre gebührt Dr. Aliaksandr Smaliantschuk, einem Professor, der sich auf die gemeinsame Vergangenheit von Belarus, Litauen und Polen spezialisiert hat. Bei der Verleihung wurde nicht nur sein akademisches Werk gewürdigt, sondern auch das Schicksal belarussischer Historiker, die ins Exil gezwungen wurden.

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Die Auszeichnung wurde im Rahmen einer Veranstaltung überreicht, die vom Forum für Zusammenarbeit und Dialog Polen-Litauen sowie vom Jerzy-Giedroyc-Dialog- und Kooperationsforum organisiert wurde. Beide Initiativen fördern die engere Verbindung zwischen Polen, Litauen und der weiteren Region. Ihre jährliche Preisverleihung hebt Persönlichkeiten hervor, die das gegenseitige Verständnis in Mittel- und Osteuropa stärken.

Dr. Smaliantschuk forscht derzeit am Institut für Slawistik der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Seine Arbeit beleuchtet die verflochtene Geschichte von Belarus, Litauen und Polen. Bei der Entgegennahme des Preises widmete er ihn allen belarussischen Historikern, die aufgrund von Repressionen in akademischen Kreisen ihr Land verlassen mussten.

Pavel Latuschka, stellvertretender Leiter des Vereinten Übergangskabinetts, nahm an der Zeremonie teil. Er betonte, dass Belarus zu Europa gehöre, und lehnte jeden Versuch entschieden ab, einen neuen "Eisernen Vorhang" entlang des Bug-Flusses zu errichten. Seine Äußerungen unterstrichen die politische Bedeutung der Veranstaltung über den akademischen Rahmen hinaus.

Die Auszeichnung markiert einen Meilenstein, da sie erstmals einem belarussischen Wissenschaftler im Exil Anerkennung zollt. Gleichzeitig festigt sie das Anliegen der Foren, den Dialog und die Zusammenarbeit in der Region zu fördern. Smaliantschuks Werk trägt weiterhin dazu bei, die historischen Verbindungen zwischen den Nachbarnationen zu erhellen.

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