Bayern München klagt gegen rote Karte von Luis Díaz – doch die Sperre bleibt wohl bestehen
Tim SimonBayern berufen Diaz-Sperre an - Bayern München klagt gegen rote Karte von Luis Díaz – doch die Sperre bleibt wohl bestehen
Der FC Bayern München hat rechtliche Schritte gegen die Sperre von Stürmer Luis Díaz eingeleitet, nachdem dieser in der umstrittenen Partie gegen Bayer Leverkusen mit einer roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Der Verein hat offiziell beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Berufung eingelegt und die Entscheidung als ungerechtfertigt kritisiert. Unterdessen räumte Schiedsrichter Christian Dingert ein, dass er nach Sichtung der Videoaufnahmen die zweite Gelbe Karte nicht gezeigt hätte.
Der Vorfall ereignete sich während des jüngsten Bundesliga-Duells zwischen Bayern und Leverkusen. Díaz sah die zweite Gelbe Karte und musste den Platz verlassen. Nach den geltenden Regeln sind solche Entscheidungen endgültig – es sei denn, es liegt ein offenkundiger Fehler vor.
Dingert gab später in einer öffentlichen Stellungnahme zu, dass die zweite Verwarnung im Nachhinein nicht gerechtfertigt gewesen sei. Bayern-Chef Jan-Christian Dreesen lobte zwar die Ehrlichkeit des Schiedsrichters, kritisierte aber eine zunehmende Häufung fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen in den letzten Spielen.
Díaz hatte in dieser Saison vor der Sperre 24 Bundesliga-Partien für die Münchner bestritten und war an 25 Toren direkt beteiligt. Trotz Dingerts Eingeständnis signalisierte der DFB, dass eine Aufhebung der Sperre unwahrscheinlich bleibt.
Der Rekordmeister forderte den DFB zudem auf, die Schiedsrichterleistungen zu verbessern, und warnte, dass wiederholte Fehler die Glaubwürdigkeit der Liga untergraben könnten.
Das Berufungsverfahren läuft derzeit, doch die Aussichten auf eine Aufhebung der Sperre für Díaz scheinen gering. Die breitere Initiative des Vereins für eine bessere Schiedsrichterführung könnte jedoch weitere Debatten im deutschen Fußball anstoßen. Bis auf Weiteres muss Bayern ohne seinen wichtigen Offensivspieler in die anstehenden Spiele gehen.