27 April 2026, 22:13

Bartsch lehnt Schuldenbremse-Ausnahme für Militärhaushalt strikt ab

Deutsches Auslandsanleihe-Zertifikat aus dem Jahr 1924 mit einer Abbildung einer Frau, bedruckt mit Text und numerischer Bezeichnung.

Bartsch lehnt Schuldenbremse-Ausnahme für Militärhaushalt strikt ab

Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer Sprecher der Linken, hat sich gegen Pläne ausgesprochen, die Schuldenbremse für militärische Ausgaben in Deutschland auszusetzen. Er argumentiert, dass dieser Schritt die finanzielle Fehlsteuerung verschärfen würde, ohne dringend notwendige Reformen in den Bereichen Rente, Gesundheitswesen und anderen Schlüsselbereichen anzugehen. Seine Kritik kommt zu einer Zeit, in der Abgeordnete über zusätzliche Kreditaufnahmen diskutieren – als Reaktion auf die steigenden Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran.

Bartsch, der den Verteidigungshaushalt überwacht, hat wiederholt darauf hingewiesen, wie Milliarden in bestehenden Sondervermögen verschwendet wurden. Er warnt, dass weitere Kredite für militärische Zwecke Gelder von essenziellen Investitionen und längst überfälligen Reformen abziehen könnten. Sein Standpunkt: Das Problem liege nicht in der Staatsverschuldung an sich, sondern darin, wie Mittel eingesetzt – oder verschwendet – werden.

Seine Ablehnung erstreckt sich auch auf die selektive Aussetzung der Schuldenbremse, die er als inkonsistent bezeichnet. Die Regel für die meisten Ausgaben beizubehalten, sie aber für den Verteidigungsbereich zu lockern, würde seiner Meinung nach Ungleichgewichte schaffen. Ohne eine sinnvolle Verteilung der Mittel befürchtet er, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt leiden könnte, während kritische Bereiche wie Gesundheitswesen und Renten weiterhin unterfinanziert bleiben.

Bartsch fordert zudem konkrete Schritte bei den versprochenen strukturellen Veränderungen. Er besteht darauf, dass eine bloße Erhöhung der Kreditaufnahme ohne klare Reformpläne frühere Fehler wiederholen würde. Der Fokus müsse auf verantwortungsvollem Umgang mit den Ausgaben liegen – und nicht auf der Ausweitung der Schulden für ein einziges Vorhaben.

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Die Position der Linken spiegelt breitere Bedenken hinsichtlich der Haushaltsdisziplin und der Gefahr verzerrter Prioritätensetzung wider. Bartschs Warnungen deuten darauf hin, dass ohne strengere Kontrolle militärische Ausgaben andere dringende Bedürfnisse verdrängen könnten. Sein Appell für mehr Transparenz bei der Verwendung bestehender Mittel bleibt ein zentraler Punkt in der Debatte über die deutschen Finanzregeln.

Quelle